Schortens - Schortens macht in Popart: Die neue Linie für Merchandise-Artikel und Souvenirs wird schrill und bunt und poppig. Weg mit der schlichten schwarz-weißen Skyline aus Häusern, Kirchtürmen und Windmühlen, die so oder ähnlich jede zweite Nachbarkommune als Werbelinie etabliert hat, und her mit einer neuen bunten Optik. Auf diese neue „Souvenir-Linie“ hat sich jetzt der Kultur- und Tourismusausschuss geeinigt. Und dabei auch die Frage beantwortet: Wer kauft das und wer braucht das eigentlich?
Bunt statt grau und rot
„Touristen eher weniger“, meint Axel Homfeldt. „Schortens ist kein großer Tourismus-Standort wie etwa die Orte im Wangerland“. Er riet auch davon ab, das nachzumachen, was schon alle anderen machen. Die neue bunte Marketing-Linie richte sich zuallererst an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und soll, wen’s gut läuft, der Identifikation mit Schortens dienlich sein. „Die grauen und roten Zeiten sind vorbei“, sagte Homfeldt und schob die schlichte und konservative Marketing-Linie beiseite.
Das Popart-Design, das ein wenig Sprayer- oder Graffiti-mäßig daherkommt, stammt aus der Ideenschmiede von Sylke Sdunzig. Es sollen in einem ersten Schritt Kaffeebecher mit dem Logo geordert werden. Die – so die Idee – sollen beim Neujahrsempfang der Stadt im Januar im Bürgerhaus angeboten werden und ein Teil des Verkaufspreises für einen guten Zweck zukommen. Auch auf Stadt- und Dorffesten oder stationär im lokalen Handel solle man die Becher erwerben können. Noch nicht ganz einig war man sich, die Linie mit einer Jahreszahl zu kombinieren oder das aus mehreren Bildern zusammengesetzte Motiv Jahr für Jahr etwas zu variieren. In einem zweiten Schritt soll es auch T-Shirts und Hoodies, Baumwolltaschen oder Magnete im neuen Schortens-Look geben. Der Gedanke des Jahresmotivs eröffne der Stadt mehr Möglichkeiten des Merchandise und der Vermarktung. Weil eine Miniserie viel zu teuer wäre, will man nun zunächst 500 Becher mit dem neuen Schortens-Popart-Motiv ordern.
250 Stück zum Start
Auch Ingbert Grimpe (Grüne) und Heino Putzehl (SPD) unterstützen das Popart-Motiv: „Das sollten wir in vernünftiger Stückzahl ordern“, sagt Putzehl. Es gibt viele Gelegenheiten, die Becher zu vermarkten – und auch viele andere Artikel mit diesem Design.“
250 Stück dieser Becher würden die Stadt rund 1400 Euro kosten. Das sollte man durch den Verkauf leicht wieder hereinholen. Nun soll zügig geordert werden, damit die erste Charge schon beim Neujahrsempfang angeboten werden kann.
