Für drei Wochen auf die andere Seite des großen Teichs ging es für 20 Neunt- und Zehntklässler des Lothar-Meyer-Gymnasiums in Varel. Mit dem Schüleraustausch „German Back to Back“ besuchten sie die Stadt Jackson im US-Staat Michigan. Dort nahmen sie auch am Unterricht in den drei beteiligten Schulen „Jackson High“, „Parkside High“ und „Lumen Christi“ teil. Die Schüler aus Varel kamen in den USA bei Gastfamilien unter und bekommen zeitnah Besuch in Deutschland von ihren Gastgebern. Aber auf dem Besuchsprogramm stand nicht nur Unterricht: Unter anderem gab es eine Homecoming-Party mit Besuch des Footballspiels der Jackson Vikings, auch ein Besuch im Ford-Museum in der amerikanischen Autostadt Detroit stand an. Außerdem verbrachten die Schüler einen Tag in Chicago, eine der größten Städte des Landes und auch die Gaststadt Jackson lernten die Gymnasiasten bei einer Stadtführung genauer kennen. An den Wochenenden unternahmen die Gastfamilien mit den Besuchern individuelle Ausflüge – ob ein Ausflug zu den Niagara-Fällen in Kanada, in den Freizeitpark Cedar-Point in Ohio mit den größten Achterbahnen der Welt, ein Ausflug zu den Großen Seen oder eine ausgedehnte Shoppingtour – für jeden der Vareler Gäste gab es etwas Passendes.

Die diesjährige Versteigerung zugunsten des Waisenstifts im Elektronikfachmarkt Euronics während des Kürbisfestes brachte das Rekordergebnis von 6100 Euro ein. Am Montag übergab Inhaber Torsten Roters, der Waren im Wert von 12 000 Euro gestiftet hatte, den Scheck an die Leiterin des Waisenstifts, Claudia Preuß. Mit dabei war auch Auktionator Gerhard Lambertus, der die vielen begehrten Dinge mit seinem Team versteigert hatte. Claudia Preuß bedankte sich für die gelungene Auktion und sagte: „Das ist unglaublich, was für ein tolles Ergebnis.“ 15 Kindern zwischen zehn und zwölf Jahren kann nun wieder eine Skifreizeit in Österreich im nächsten Jahr ermöglicht werden. „Der Erlös dieser Aktion ist eine große Hilfe. Ohne sie ist die Fahrt nicht zu realisieren“, sagte Claudia Preuß begeistert. Einen Teil der Kosten tragen die Gruppen selbst, doch der Großteil ist durch die Spende dazugekommen. Die Fahrt wird seit vielen Jahren angeboten für die Kinder, die nicht zu Hause Urlaub machen können. Der Auktionator zeigte sich sehr zufrieden. „Die Versteigerung war sehr gut besucht. Die Stimmung war super, das Publikum hat gut mitgemacht“, so Lambertus. Unter seinen Hammer kamen unter anderem Fernsehapparate, Haushaltsgeräte und Waschmaschinen. Die gebotenen Preise lagen im Durchschnitt bei mehr als 50 Prozent des Warenverkaufswerts, teilweise bei 70 Prozent. Üblich sei bei Versteigerungen ein Wert von etwa 20 bis 30 Prozent, so Lambertus.

Nicht versteigert, sondern geschätzt werden musste beim Kürbisfest ein Kürbis am Stand des Stadtmarketings. Rund 500 Vareler nahmen die Herausforderung an und gaben einen Tipp ab, wie viel der Kürbis wohl auf die Waage bringt. Auch die Kürbis-Rallye für die kleinen Besucher, bei der aus auf Kürbissen aufgeklebten Buchstaben ein Lösungswort errätselt werden musste, kam gut an. Etwa 100 Kinder machten mit. Für 20 Kinder gab es dann um 17 Uhr bei der Verlosung direkt am Stand wieder prall gefüllte Tüten mit Büchern, Spielsachen und Gutscheinen zu gewinnen. Die Gewinne der Kinder-Kürbis-Rallye werden jedes Jahr von Vareler Unternehmen gespendet. Betreut wurde der Stand von der Vareler Mühlenkönigin Femke und der Mühlenprinzessin Maxi.

Bleibt die Frage, wie viel der Kürbis nun tatsächlich auf die Waage gebracht hat. Um es nicht zu leicht zu machen, war anfassen und hochheben verboten. Aufs Gramm genau kam der Kürbis auf 14 755 Gramm. Ziemlich nah dran lag da Herr oder Frau Pape aus Varel. Sie können sich über einen Fleischerei-Präsentkorb freuen. Nah dran war auch Luca Schüttler. Für ihn gibt es ebenfalls einen Fleischerei-Präsentkorb. Außerdem können sich Peter Fischer, Ute Wiegand und Inge Hamel (alle aus Varel) über einen 30-Euro-Restaurant-Gutschein freuen. Die Gewinner wurden bereits benachrichtigt.