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NWZonline.de Region Friesland

Wie die Teerose nach Ostfriesland kam

09.04.2021

Aurich /Walle Hinter dem Porzellan mit der typischen Ostfriesenrose steckt eine Familientradition: Die Familie Graef, die als Porzellanmaler für das Dekor bekannt ist, kam ursprünglich aus Schmiedefeld/Thüringen – im damaligen Herzogtum Sachsen-Meiningen. Da die Porzellanmalerei jedoch wenig Absatzmöglichkeiten bot, mussten neue Märkte gefunden werden. Um 1820 kam Gottfried Graef auf die Idee, im Seebad Norderney seine Ware zu verkaufen und Ansichten auf Porzellan zu malen. So lernte er die Ostfriesen kennen und fand schnell heraus, dass sie auch leidenschaftliche Teetrinker sind. Es schien ihm der rechte Markt für seine Werke gefunden.

Und so verschlug es den gebürtigen Thüringer 1841 mit seiner Familie nach Ostfriesland, in das kleine Walle nahe Aurich. Dort kaufte er ein Anwesen, die so genannte „Boddenborg“.

Vier der fünf Söhne von Gottfried Graef waren Porzellanmaler, in der dritten Generation blieb nur noch einer übrig, der das Kunsthandwerk erlernt hatte. Sein Name: Heinrich Graef. Er übernahm die kleine Werkstatt am Wallster Weg von seinem Vater, der ebenfalls Heinrich hieß. In Ostfriesland am 4. Oktober 1862 geboren und aufgewachsen, wurde Heinrich Graef zu einem richtigen Ostfriesenjungen.

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Schnell verliebte er sich in das vom Großvater eingeführten „Dreesmer (Dreesener) Muster“, heute bekannt als „echtes ostfriesisches Muster“. Die Farben mussten weiter aus Thüringen geliefert werden – Graef legte viel Wert darauf, dass ein Stück Heimat weiter verarbeitet wurde. Das Blumenmuster wurde ohne Schablone vorgezeichnet, dann gemalt.

Und so bemalte der Meister bis an sein Lebensende am 19. September 1959 alle möglichen Variationen des Wallendorfer Porzellans mit der bekannten „Ostfriesenrose“ – Teekanne, Etagere, „Schölkes“ oder Zuckerdosen.

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