Sande - „Es geht bei den Angeboten für Jugendliche in Sande nicht um ein ,entweder, oder’, sondern um ein .sowohl, als auch’“, stellte Achim Rutz (SPD) klar. „Wir werden eine optimale Lösung finden, um auch den Jugendlichen in Cäciliengroden Angebote machen zu können - ohne negative
Auswirkungen etwa durch Kürzungen bei den Angeboten für die Jugendlichen in Neustadtgödens.“
Bedarf auch in Cäci
Jugendarbeit in Sande findet vor allem im Jugendzentrum in Sande statt. Aber natürlich gibt es auch viele Jugendliche in den Sander Ortsteilen, die auch gern vor Ort Treffpunkte und Angebote haben. Um die so genannte dezentrale Jugendarbeit in Sande kümmert sich seit vielen Jahren mit einem festen Stundenkontingent Caren Knipper. Ihr Hauptaugenmerk neben dem Streetwork ist der Jugendtreff in Neustadtgödens. Der war anfangs im Gemeindehaus Neustadtgödens untergebracht, wurde aber inzwischen zu einer Kita umgebaut, seither können sich die Jugendlichen im Vereinsheim des SV Gödens treffen. Seit kurzem diskutiert die Politik darüber, auch in Cäciliengroden ein richtiges Angebot zu schaffen. Im Ausschuss für Kinder Jugend, Senioren und Soziales schauten deshalb jetzt eine Gruppe Jugendlicher sowie der Vater zweier Jugendlicher vorbei, um der Politik ins Gewissen zu reden, nicht einen neuen Treffpunkt zulasten eines bestehenden zu schaffen.
Aber das ist auch gar nicht gewollt, wurde im Fachausschuss schnell deutlich. In der Frage, ob weitere Ortsteile einen eigenen Treffpunkt und Angebote für Jugendliche benötigen, will die Politik zunächst nach Cäciliengroden gucken. Die Gruppe Grüne/Linke/FDP hatte unlängst beantragt, auch in diesem Ortsteil Angebote zu schaffen. Caren Knipper solle diesen Treffpunkt aufbauen und begleiten. Jugendliche fürchten allerdings, dass das Stundenkontingent von Caren Knipper aufgeteilt werden und dies dann auf Kosten ihres Treffs in Neustadtgödens gehen könnte. Sie forderten, dass ihre Teilzeitstelle auf eine Vollzeitstelle aufgestockt werden oder aber eine weitere Kraft hinzukommen müsse. Durch die Zeit der Pandemie haben sich bei manchen Jugendlichen psychische Probleme entwickelt, die Caren Knipper so gut es geht zu lösen versucht. Auch durch die Flüchtlingskinder steige der Bedarf an Jugendarbeit weiter, und zwar auch in den Ortsteilen.
Mehr Personal nötig
Matthias Lührs (CDU) wie auch Anke Heitmann (Bürger für Sande) warben bei den Jugendlichen um Vertrauen: „Niemandem wird etwas weggenommen.“ Bürgermeister Stephan Eiklenborg stellte ebenfalls klar: „Caren Knipper muss sich nicht zerreißen. Eine Jugendarbeit in Cäci müsste mit mehr Personal eigenständig angefasst werden.“
