Varel - Varel hat ein neues Radverkehrskonzept. In den vergangenen Wochen war dieses bereits auf der Website der Stadt einsehbar. Doch nun sind die wichtigsten Eckdaten auf übersichtlichen Schautafeln optisch aufbereitet im neuen Rad-Café in der Innenstadt zu sehen. Dort fand am Freitag die Eröffnung einer zweiwöchigen Ausstellung statt.
Verbesserung nötig
Die Schautafeln zeigen Varels Straßenverkehrsnetz und bieten Einblicke, inwiefern der Fahrradverkehr verbessert werden soll. Dass dieser verbessert werden muss, darüber waren sich die Beteiligten bei der Eröffnung einig. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner betonte, dass die Stadt viel Geld in die Hand nehme, um Radwege auszubauen oder diese neu zu gestalten. Allem voran sei das geplante Fahrradparkhaus am Bahnhof ein wichtiger Meilenstein. „Schließlich ist der Bahnhof der Eingang zu Varel“, sagte er.
Ausstellung im Café
Wagner schwelgte in Erinnerungen, als er erzählte, dass sein Großvater Fahrradschlosser war. Kleine Reparaturen am Fahrrad macht Varels Bürgermeister gern selbst, weil er einen guten Lehrer hatte. Mit dem Rad-Café sei daher nicht nur ein besonders geeigneter Ort für die Ausstellung des städtischen Radverkehrskonzeptes gefunden, sondern auch ein Ort, wo sich Fahrrad-Freunde über sämtliche Themen rund um den Drahtesel austauschen können – zum Beispiel kleine Reparaturen.
Die Ausstellung kann in den kommenden zwei Wochen zu den Öffnungszeiten des Rad-Cafés besucht werden. Informationen rund um das Café sowie eine Übersicht sämtlicher Termine gibt es auf „Frankys.Blog“, dem Internet-Tagebuch des Betreibers Frank Glanert.
Pläne und Kritik
Im städtischen Raum werden unter anderem die Mühlenstraße und die Oldenburger Straße ins Konzept mit einbezogen. Denn dort sei das Fahrradfahren an so mancher Stelle noch nicht optimal, erklärt Gerd-Christian Wagner. Im Vorfeld seien die Ergebnisse des Konzeptes von Experten zusammengetragen worden. „In den kommenden Wochen gilt es nun, in den Ausschüssen über die Entscheide weiter zu diskutieren.“
Eine Bürgerin sieht die Sicherheit von Kindern im Schulverkehr allerdings zu wenig bedacht. Als Mutter eines Schulkindes hätte sie sich über Beteiligungsverfahren in den Schulen selbst gefreut. Bürger konnten einen Fragebogen ausfüllen, „allerdings gab es keine Fragebögen speziell für Schüler.“ Ihr bereite das Fahrradfahren in der Stadt momentan keinen Spaß, daher ist sie guter Dinge, dass die Ergebnisse im Konzept Früchte tragen.
