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Autorin aus Neustadtgödens Regine Kölpin über Autorennetzwerke, Engagement und ihr neues Buch

Annette Kellin
Regine Kölpin, Autorin aus Neustadtgödens wurde als Mitglied in das „PEN-Zentrum Deutschland“ berufen. Mittlerweile ist auch der zweite Band der Trilogie „Der Milchhof“ erschienen.

Regine Kölpin, Autorin aus Neustadtgödens wurde als Mitglied in das „PEN-Zentrum Deutschland“ berufen. Mittlerweile ist auch der zweite Band der Trilogie „Der Milchhof“ erschienen.

Annette Kellin

Neustadtgödens - Seit wenigen Monaten gehört Regine Kölpin zum „PEN -Zentrum Deutschland“. Dieser Autorenvertretung kann man nicht selbstständig beitreten, man muss dort vorgeschlagen und berufen werden. Vor der Zustimmung oder Ablehnung erfolgt zumeist eine rege Diskussion. „Wie das in meinem Fall ablief, kann ich aber nicht sagen, das lief hinter verschlossenen Türen, ich war nicht dabei“, erzählt die Autorin aus Neustadtgödens. Tatsächlich aber ist es ihr eine große Ehre, dort aufgenommen worden zu sein.

Unterstützung von Schriftstellern

Das „PEN-Zentrum Deutschland“ ist Teil von „PEN International“, einer Autorenvereinigung, die vor gut 100 Jahren in England gegründet wurde und der mittlerweile weltweit rund 150 Gruppen angehören. Die PEN-Charta gründet auf Resolutionen die auf internationalen Kongressen angenommen wurden und die sich dem Schutz von Kultur, Freiheit und freier Meinungsäußerung verschrieben hat. Ziel ist unter anderem die Unterstützung und Befreiung von Schriftstellern, die aus politischen Gründen verfolgt werden oder in Haft geraten sind. Weiterhin geht es um den Schutz von Autorenrechten.

„Ich habe mich sehr gefreut, ich hatte nicht damit gerechnet, dass man mich fragt“, sagt Regine Kölpin. Jetzt wolle sie sich erst einmal in die komplexen Themenbereiche „einfummeln“, mit Mitgliedern reden, Vorträge anhören, Kontakte knüpfen. „Ich bin ja auch schon in anderen Autorenvereinigungen aktiv, kenne diese Arbeit also. Bei Homer zum Beispiel oder im Netzwerk Autorenrechte, da geht es gerade um die Rechte von Autoren und Autorinnen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Hochspannend aber auch sehr gefährlich, wenn keine Regeln festgelegt werden“, sagt die Autorin.

„Mit einer Stimme sprechen“

„Als Autorin, als Autor sitzt man jeden Tag allein an seinem Schreibtisch. Aber wir sind viele und wir haben Rechte. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir uns organisieren und mit einer Stimme sprechen. In diesem Sinne ist es immer wichtig, sich selber zu engagieren und zu positionieren. Darum freut mich diese neue Mitgliedschaft bei PEN besonders.“

Wichtig ist Regine Kölpin auch der Austausch mit anderen Autorinnen und Autoren. Vor allem mit „Neulingen“. „Nina George sagte mal, sie habe 20 Jahre gebraucht, um über Nacht bekannt zu werden – genauso ist es, man braucht viel Ausdauer, Mut, Kraft und Tränen bis zum Durchbruch. Den neuen Autoren Mut machen, sie unterstützen, aufbauen, helfen, Kritik nicht persönlich zu nehmen, das liegt mir sehr am Herzen.“


Zweiter Band von Trilogie

Unterdessen hat Spiegel-Bestseller-Autorin Regine Kölpin den zweiten Band der Trilogie „Der Milchhof – Das Flüstern der Gezeiten“ veröffentlicht. Auf die Forstsetzung der Geschichte um Lina Bleeker, deren Vater den Milchhof aufgebaut hat und Derk Voigt, der den Betrieb leitet, haben sicher schon viele Leser gewartet. Im neuen Band muss Lina um den Erhalt des Milchhofs kämpfen, denn die Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs stellen sie vor große Herausforderungen. Schließlich muss sie sich für Herz oder Verstand entscheiden.

Im Mittelpunkt der Trilogie stehen drei starke Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die um nicht weniger als ihr Lebensglück kämpfen. Exakt recherchiert, atmosphärisch dicht und voller Empathie erzählt, mag man das Buch gar nicht zur Seite legen. Doch die Spannung bleibt, denn erst im März wird der Abschlussband der Trilogie erscheinen.

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