Barkel - „Grenzenlos und stark“ heißt die inklusive Kampfsportgruppe des TuS Glarum. In dieser Gruppe trainieren 16 Sportler mit und ohne Behinderung schon seit einer Weile gemeinsam.
Kampfsportlerin Jeanette Netzelmann von der Selbstverteidigungsgruppe Budo Friesland hat selbst eine Tochter mit Behinderung. Sie hatte die Idee zu dieser Gruppe und ist begeistert davon, wie gut die Teilnehmer miteinander harmonieren. Aus ihrer Erfahrung als Mutter weiß sie: „Wir als Gesellschaft sind es, die die Menschen behindert machen. Einfach, weil wir sie in so vielen Bereichen nicht mitmachen lassen“, sagt sie.
„Aktion Mensch“ hilft
Das wollte sie ändern. Beim Vorsitzenden des TuS Glarum, Reinhard Milter, rannte sie mit ihrer Idee sofort offene Türen ein. Der Verein beschloss, sich inklusiv zu öffnen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Eine inklusive Gruppe braucht deutlich mehr helfende Hände. Das kostet Geld.
Mit Unterstützung des Vereins Lebensweisen wurde ein Antrag auf finanzielle Förderung bei der Aktion Mensch gestellt. Mit Erfolg. Noch bis zum 31. August 2024 läuft die Unterstützung. „Wir sind optimistisch, dass wir auch für die Zeit danach Förderer finden werden“, sagt Netzelmann.
Sport und Musik
Doch zuerst soll gefeiert werden. Rund um das Wohnheim der Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit (GPS) und das Café Suutje in Barkel richten der TuS Glarum, die Lebensweisen und viele andere Vereine ein Inklusionsfest aus.
Auf dem weitläufigen Gelände wird es an diesem Tag viele sportliche Vorführungen und Musik geben. An verschiedenen Ständen bieten Vereine Spiele an und Mitglieder der Johanniter Unfall-Hilfe sowie der Verein der Grafschafter kümmern sich um die Verpflegung der Besucher. Auch das Café Suutje wird an diesem Tag geöffnet sein – ausnahmsweise mit Selbstbedienung.
Das Fest am Ende der Langsamstraße steht unter dem Motto „Inklusion macht Spaß!“. Gefeiert wird am Samstag, 17. September, von 14 bis 17 Uhr auf dem Gelände der GPS.
