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An Diekstahlstraße könnten Wohnträume wahr werden Doch noch Platz zum Bauen in Sande?

Das Grünland am Ende der Diekstahlstraße könnte aus Sicht der Sander Politik Wohnbaufläche werden - sofern die Landeskirche bereit ist zu verkaufen

Das Grünland am Ende der Diekstahlstraße könnte aus Sicht der Sander Politik Wohnbaufläche werden - sofern die Landeskirche bereit ist zu verkaufen

Oliver Braun

Sande - Findet sich in Sande doch noch eine größere Fläche, wo Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen könnten? Da die Erweiterungsflächen für den Friedhof als potenzielles Baugebiet gestorben sind, hat die Gruppe Bürger für Sande (BfS)/CDU die Flächennutzungspläne in Sande genauer unter die Lupe genommen und ist am Ende der Diekstahlstraße Richtung L 815 fündig geworden: Dort, unterhalb des Oldenburger Damms und angrenzend an die demnächst stillgelegte Bahntrasse, gibt es eine 1,3 Hektar große Grünfläche.

Das Dreieck ist seit mehr als 20 Jahren als Sondergebiet „Sport- und Spielfläche Bulsterdeich“ ausgewiesen, doch ein Sport- oder Spielplatz ist dort nie entstanden. Der entstand stattdessen mitten in Sande auf dem Schulhof. Die Grünfläche Bulsterdeich möge man daher nun als Wohnbaufläche ausweisen, so der Antrag von BfS/CDU im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt.

Nasses Gelände

Das Gelände könne man sich grundsätzlich als Bauland vorstellen, machte Fachbereichsleiterin Nadine Stamer den Antragstellern Hoffnung. Allerdings: Die Fläche gehört nicht der Gemeinde Sande, sondern der Landeskirche. Und mit der müsste man erst reden, ob überhaupt Verkaufsbereitschaft besteht, bevor Zeit in Planverfahren investiert oder gar über eine ökologische Tiny-House-Siedlung diskutiert wird.

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Sande

Die Idee fand auch bei der SPD Anklang. Bisher scheiterte ein Baugebiet dort auch daran, dass man unterhalb des Oldenburger Damm und entlang der Bahnlinie für umfangreiche Lärmschutzmaßnamen hätte sorgen müssen, sagt Frank Behrens. Das falle ja nun bald weg. Wenn die Kirche ihren Segen zum Verkauf erteile, werde die SPD die Umwandlung in Wohnbaufläche unterstützen. Behrens schränkte allerdings ein: „Für eine Tiny House Siedlung bezweifeln wir in Sande den Bedarf.“ Bevor man da etwas festschreibe, was sich hinterher nicht vermarkten lässt, sollte man realistisch gucken, ob es jemanden gibt, „der in so einer Holztrommel wohnen möchte“ oder ob es nicht besser sei, dort richtige Häuser zu bauen. Außerdem: Das Grünland ist ziemlich nasses Gelände. „Wer dort baut, muss tief gründen“, so Behrens.

Eigentümer fragen

Madeleine Zaage (Grüne) verteidigte die von ihrer Gruppe Grüne/FDP/Linke eingebrachte Tiny House Siedlung, die vielleicht dort, oder auf anderen Flächen umgesetzt werden könnte. Sie bat die Gemeinde, mit dem Eigentümer zu klären, ob er vielleicht auch einer Verpachtung zustimmen würde.

Beschlossen ist nun folgendes: Der Umwandlung der Fläche Bulsterdeich in Wohnbauland wurde grundsätzlich zugestimmt. Die Verwaltung hat nun den Auftrag, mit der Landeskirche Kontakt aufzunehmen und zu klären, ob diese mit einem Verkauf oder Verpachtung einverstanden wäre.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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