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Beachvolleyballerin aus Varel Kunst spielt mit prominenter Partnerin

Verstanden sich auf und neben dem Platz blendend: Lea Sophie Kunst (links) und Louisa Lippmann beim Turnier in Bremen.

Verstanden sich auf und neben dem Platz blendend: Lea Sophie Kunst (links) und Louisa Lippmann beim Turnier in Bremen.

Matthias Kunst

Bremen/Varel - Beim stark besetzten Turnier der „German Beach Tour“ in Bremen hat Lea Sophie Kunst gemeinsam mit einer prominenten Partnerin, mit der sie erstmals zusammen im Court stand, eine gute Leistung gezeigt. Die 20-Jährige belegte am Wochenende an der Seite der 162-fachen Hallen-Nationalspielerin Louisa Lippmann den fünften Platz.

Der Partnerwechsel

„Damit sind wir sehr zufrieden, auch weil es für Louisa das erste Beachturnier war“, betont Kunst. Die Varelerin ist im Dezember 2021 vom Olympia-Stützpunkt in Berlin zum Stützpunkt in Hamburg-Dulsberg gewechselt und trainiert seitdem dort. Weil ihre eigentliche Beachpartnerin in diesem Sommer, Leonie Körtzinger, wegen einer Corona-Erkrankung für die Teilnahme am Tourstopp in Bremen passen musste, war Lippmann kurzfristig eingesprungen.

Die 27-Jährige aus Herford, die fünfmal in Folge zur deutschen Volleyballerin des Jahres gewählt worden war, hatte ihre erfolgreiche Karriere in der Halle Ende April überraschend beendet. Lippmann möchte ihre Laufbahn nun im Sand fortsetzen und hat im Olympia-Stützpunkt Hamburg in den vergangenen Monaten auch schon gemeinsam mit Kunst trainiert.

Die Erfahrung

„Es ist natürlich cool, mit solch einer erfahrenen Volleyballerin zusammenzuspielen“, sagt die Varelerin, die im Sand andererseits über deutlich mehr Erfahrung und Wettkampfpraxis verfügt: „Ich konnte ihr in Bremen auch ein bisschen helfen. Und im Laufe des Turniers war da eine gute Entwicklung zu sehen.“

So hatte sich das neuformierte Duo an der Weser vorgenommen, sich von Spiel zu Spiel zu steigern. „Dabei wollten wir auch eigene Sachen umsetzen – und das hat geklappt“, freut sich Kunst.


Der Turnierverlauf

Da Lippmann bis zum Wochenende noch keine DVV-Punkte gesammelt hatte, mussten die beiden an der Weser zunächst in der Qualifikation ran. Dort gewannen sie beide Spiele und schafften somit den Sprung ins Hauptfeld.

Dort wurde dann mit zwölf Teams im Double-Out-Modus gespielt. Das heißt, erst nach der zweiten Niederlage scheidet ein Duo aus dem Turnier aus. Nach einem Auftaktsieg in der Hauptrunde ging es schon gegen die späteren Turniersieger, Rio-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst (Düsseldorf) und Anna-Lena Grüne (Giesen). Dabei zogen Kunst/Lippmann den Kürzeren und mussten sich daher anschließend durch den sogenannten Looser-Baum kämpfen. Nach zwei Siegen war dann nach insgesamt sieben Spielen binnen drei Tagen gegen Claaßen/Interwies (Lintorf/Kiel) die Luft raus.

Die Ziele

Bereits an diesem Mittwoch steigt Kunst in den Flieger nach Marokko, wo sie in Agadir an der Seite ihrer wiedergenesenen Stammpartnerin Körtzinger beim einem Turnier der Challenger-Tour (zweithöchste internationale Serie) in der Qualifikation antritt und auf ein Weiterkommen ins Hauptfeld hofft.

Kunst, die beim Vareler TB das Volleyballspielen erlernt hat und in der Halle auch schon für den Oldenburger TB aktiv war, wohnt in Hamburg und möchte demnächst ein Studium beginnen. Aktuell liegt ihr Fokus aber voll auf dem Beachvolleyball. „Ein Ziel ist die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft und dort dann möglichst gut zu spielen“, verrät die 20-Jährige. Zudem will sie sich mit Körtzinger auf der Challenge-Tour etablieren, nachdem es dort auf internationaler Ebene bislang noch nicht so rund lief.

Ein Highlight steht bereits in drei Wochen an. So haben die beiden eine Wildcard für das Elite-16-Turnier (höchste internationale Serie) vom 10. bis 14. August in Hamburg erhalten – also direkt vor der neuen Haustür an der Elbe.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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