Accumersiel/Rhauderfehn - Es blüht und gedeiht an der B 210: Aktuell sind es Sonnenblumen und Gladiolen; sie kosten 80 Cent pro Blume. Besucher schneiden sich die Blütenpracht selbst, der passende Betrag wird in die bereitgestellte Kasse geworfen. In Accumersiel an der B 210 zwischen Olympia und Hornbach liegt ein wahres Blumenparadies. Gepachtet hat die Fläche Felix Schary aus Rhauderfehn zunächst für drei Jahre. Dort hat der Gärtner auf 5500 Quadratmetern ein Schnittblumenfeld angelegt.
Ganzjährig ernten
Für die Selbstbediener gibt es vor Ort Messer und Geschenkband, damit die Blumen auch zusammenbleiben. „Frischer geht es nicht“, verspricht Felix Schary.
Und das Angebot gilt ganzjährig, erklärt der 41-Jährige: „Da das Feld groß genug ist, erlaubt mir das, einen Ganzjahresflor aufzubauen, der im März mit Narzissen und Tulpen beginnt und im November, vielleicht sogar erst im Dezember mit Sonnenblumen, Chrysanthemen und Dahlien endet.“ Schary wird zusätzlich Iris, Zierlauch, Lilien und Lilienschweif anbieten. Ebenfalls gepflanzt hat der Blumen-Profi Pfingstrosen – die können aber erst im zweiten Jahr, also 2023, für die Vase geschnitten werden.
Ein wenig Geduld ist also gefragt. Felix Schary, der Dienstleistungen rund ums Haus anbietet – er bezeichnet sich als „fliegenden Gärtner“–, hatte 2019 in Rhauderfehn einen Gemüsegarten zum Selbsternten angelegt. Doch Unbekannte zogen in seinem Selbsterntegarten etliche Kartoffelpflanzen aus der Erde ohne sie zu bezahlen. Der Kartoffelacker war verwüstet.
Trotzdem sagt er: „Ich habe ein gewisses Grundvertrauen in die Menschen, dass sie sich ehrlich verhalten und fair sind. Und ich habe es bisher auch so erlebt.“ Der Gemüsegarten hat „ohnehin keinen ernsthaften Beitrag zum Haushaltseinkommen geleistet“, sagt er. Und das Risiko durch unbezahltes Ernten der Blumen sei geringer, weil immer neue Blumen nachwachsten.
Gemüse und Blumen
Seit vergangenem Jahr betreibt Schary in Rhauderfehn ebenfalls ein Schnittblumenfeld. „Dies wurde gut angenommen und die Arbeit hat mir Spaß gemacht“, sagt er. Ein Bekannter, der in Wilhelmshaven tätig ist, hat ihm schließlich das Feld an der B 210 vermittelt. In den sozialen Medien jedenfalls ist die Nachfrage groß. Und das freut Felix Schary. „Wenn es gut funktioniert, habe ich die Option zu verlängern“, sagt er.
