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NWZonline.de Region Friesland Bildung

140 junge Leute lassen sich gern piksen

12.03.2015

Varel Obwohl eine große Nadel in seiner Armbeuge steckt, hat der Auszubildende gute Laune. „Es tut nicht weh, nur die Wartezeit stört etwas“, sagt Andre Everts, der es sich mit seinem Smartphone auf der Liege gemütlich gemacht hat. Er gehört zu den 140 Teilnehmern der Blutspendeaktion, die die BBS Varel in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) am Mittwoch in der Schule veranstaltet hat.

„Ich bin gekommen, um Leben zu retten“, begründet Robert Grabowski, warum er die Tortur auf sich nimmt und sich 500 Milliliter Blut abzapfen lässt. Sein neben ihm liegender Kollege nickt und sagt: „Ich war selbst schon mal in der Situation und hätte nach einem Unfall fast eine Blutkonserve gebraucht.“

Schüler-Projekt

Die Klassen der zweijährigen Berufsfachschule Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege (H2) der BBS Varel und der einjährigen Berufsfachschule – Schwerpunkt Persönliche Assistenz (HE-PA) haben die Blutspende im Fach Projektmanagement bearbeitet. „Sie haben alles organisiert, von der Erfassung der Spender bis hin zum Essen nach der Blutspende“, lobte Lehrerin Roswitha Korschetz. Zu Essen gab es morgens belegte Brötchen und ab 11 Uhr Lasagne und Chili con Carne.

140 Spender, davon 90 Erstspender, beteiligten sich. Insgesamt kamen so knapp 70 Liter Blut zusammen (500 Milliliter pro Konserve).

Blut spenden kann man ab 18 Jahre. Weil sich der Altersaufbau der Bevölkerung verändert, bereitet das den Blutspendediensten Probleme. Es gibt immer weniger junge Blutspender. Mit der Zahl der älteren Menschen steigt auch der Blutbedarf. Ein Großteil des Blutes wird bei der Behandlung von Krankheiten gebraucht, die im Alter zunehmen – z.B. Krebs, Herzkreislauferkrankungen oder Operationen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter  www.nwz.tv/friesland

Mit der Aktion in der Schule soll das Thema Blutspende frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen thematisiert werden, betont Silke Ahting, Ehrenamtskoordinatorin beim DRK in Varel. Die Hemmschwelle, mit seinen Freunden in der Schule Blut zu spenden, sei niedriger. „Viele Schüler wussten gar nicht, dass in Deutschland täglich 15 000 Blutbeutel benötigt werden“, sagt Ahting.

Im Unterricht und mit Hilfe der Referenten des Blutspendedienstes bereiteten sich die Schüler vor. Die logistischen und organisatorischen Vorbereitungen in der BBS übernahmen die Klassen der zweijährigen Berufsfachschule Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege (H2) und der einjährigen Berufsfachschule – Schwerpunkt Persönliche Assistenz (HE-PA).

Die Schülerinnen und Schüler planten den Ablauf des Tages, sorgten für die Werbung und bereiteten einen Imbiss vor, der den Spendern serviert wurde. „Das haben sie wirklich toll organisiert“, lobt DRK-Teamleiterin Kerstin Bendlin.

Auch die Spender stellten sich gut an. „Es waren viele Erstspender dabei“, stellt Bendlin fest, „deshalb waren viele Schüler etwas aufgeregt“. Zudem war bei der vorangegangenen ärztlichen Untersuchung bei einigen der Blutdruck so niedrig, dass sie nicht spenden durften. „Aber auch das ist bei jungen Leuten normal.“ Vielen hat es gefallen. „Ich kann es jedem empfehlen“, sagt Marko Ehlers als er mit einem Verband in der Armbeuge zum Essen geht.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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