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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Sie kriegen alles wieder flott

10.11.2018

Bockhorn Für viele junge Leute ist es ein Gefühl von Freiheit. Wenn sie endlich den Mofa-Führerschein in der Tasche haben und sich auf ihre Puch, Zündapp oder auf den Roller setzen und einfach losfahren. Der Asphalt unter den Rädern, der leichte Geruch von Benzin in der Luft. Doch was, wenn plötzlich gar nichts mehr geht, wenn der Motor ohne Grund den Geist aufgibt und man mitten auf der Straße liegen bleibt? Dann wäre es gut, sich zumindest ein bisschen mit der Technik auszukennen.

Genau das lernen Schüler der achten bis zehnten Klasse der Oberschule Bockhorn bei der Mofa- und Moped-AG. „Jeden Montag von 14 bis 15 Uhr schrauben und basteln die Jugendlichen an unterschiedlichen Zweirädern herum“, sagt Schulsozialarbeiterin Jasmin Wittkowski. Es sei ein spannendes Projekt, da es mal etwas anderes sei als Basketball oder Kochen: „Das Praktische, das Schrauben ist wirklich etwas Besonderes“, sagt Jasmin Wittkowski. Dabei betont sie allerdings, dass es eine reine Schrauber-AG ist: „Hier können die Schüler keinen Führerschein machen.“

Im Lernort Technik und Natur im Klinkerpark in Bockhorn nehmen die 14 Schüler die Mofas und Roller teilweise bis auf die letzte Schraube komplett auseinander. Unter anderem stellte die Schule selbst zwei Mofas zur Verfügung, wie die Schulsozialarbeiterin sagt. „Ebenfalls gibt es einen Roller, eine Vespa und ein Moped.“

Für das technische Verständnis steht den Jungs der Handwerksmeister Daniel Vogel mit Rat und Tat zur Seite. „Wir versuchen, den Schülern die Technik näherzubringen, wie ein Motor funktioniert und wie man was repariert. Alles, was so in den letzten Jahren verloren gegangen ist, wie ich finde“, sagt Daniel Vogel. Dabei zerlegen sie nicht nur Puch-Motoren, reinigen sie und bauen sie wieder zusammen. „Wir haben auch schon einen Generator repariert.“

Der Handwerksmeister hat selbst mit 15 Jahren begonnen, Zuhause an Mofas rumzuschrauben. „Damals musste ich mir das alles selber beibringen, und das möchte ich versuchen, weiterzugeben.“ Für ihn ist es wichtig, dass Schüler, die Mofa oder Roller fahren, auch wissen, wie sie funktionieren.

Dabei ist die erste Frage der Schüler immer die gleiche: „Sie wollen immer wissen: Wie krieg’ ich das denn schneller? Aber da muss ich sie enttäuschen, sowas bringen wir ihnen nicht bei“, sagt Daniel Vogel. Ab und zu muss der Handwerksmeister die Jungs auch mal zurückhalten: „Sie wollten am Anfang einfach alles auseinanderschrauben.“ Ebenfalls musste er ihnen ein wenig Ordnung beibringen. „Sie haben die Werkzeuge und Einzelteile überall rumliegen lassen.“ Aber nach etwas Übung klappte auch das sehr gut.

Für die 14- bis 16-Jährigen ist die Nachmittags-AG eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. „Das Schrauben an Motoren macht einfach Spaß“, sagt Cevin Spreckels. „Und man lernt viel, wozu die Einzelteile gut sind“, fügt Daniel Block hinzu. Für Manuel Blaute ist es eine sehr gute Ergänzung für sein Hobby, denn er besitzt bereits ein Mofa, an dem er mit seinem Vater herumschraubt. „Und wer schraubt, der baut auch keinen Schwachsinn“, so Daniel Vogel mit einem Lachen.

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Soeke Heykes Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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