• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
E-Paper wird an diesem Freitag für Sie freigeschaltet
+++ Eilmeldung +++

Mögliche Verzögerungen Bei Gedruckter Nwz
E-Paper wird an diesem Freitag für Sie freigeschaltet

NWZonline.de Region Friesland Bildung

So aufwendig wäre ein Umbau zur Krippe

11.05.2019

Bohlenberge Kann aus dem alten Gebäude der Grundschule in Bohlenberge eine Kinderkrippe werden? Diese Frage haben sich die Politiker der Gemeinde Zetel gestellt und zwei Planungsbüros beauftragt, Entwürfe für einen möglichen Umbau des Schulgebäudes zu erarbeiten. Am Donnerstagabend haben Christian Kieselhorst (Jever) und Ralph Thater (Wittmund) ihre Entwürfe in der gemeinsamen Sitzung des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses und des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde Zetel vorgestellt.

Das Ergebnis: Der Umbau der Grundschule ist möglich und es gibt ganz unterschiedliche Versionen, wie das Gebäude zu einer Krippe werden kann. Aber der Umbau könnte aufwendig und auch kostspielig werden.

Der Architekt Christian Kieselhorst sieht ein besonderes Problem beim Umbau der Schule: den Brand- und Schallschutz. Denn das Schulgebäude ist nicht als Ganzes im Besitz der Gemeinde Zetel: Das Obergeschoss ist einst verkauft worden und befindet sich in Privatbesitz. Das bedeutet, dass der Schall- und Brandschutz an der Grenze zwischen Kinderkrippe und privatem Obergeschoss gesondert geregelt werden müsste, meint Kiesehorst. Die Zwischendecke, die das Unter- vom Obergeschoss trennt, besteht aus alten Holzbalken und reicht als Brand- und Schallschutz nicht aus.

Christian Kieselhorst nimmt an, dass es zu aufwendig und teuer wäre, die Decke so auszubauen, dass sie den Anforderungen an Brand- und Schallschutz entspricht. Er schlägt daher vor, mit dem Eigentümer des Obergeschosses einen Tausch zu machen: Er bekommt den gesamten rechten Gebäudeteil inklusive Giebel, die Gemeinde behält den Teil links vom Giebel inklusive Anbau. So könnte die Brand- und Schallschutzwand vertikal statt horizontal gezogen werden – was günstiger wäre.

Sollte das machbar sein, hat die Gemeinde allerdings nur noch einen geringen Teil des Altbaus zur Verfügung, um daraus eine Krippe zu machen. Deswegen hat Kieselhorst in seinem Entwurf einen langen, neuen Gebäuderiegel mit Pultdach vorgesehen, der rechtwinklig zum Altbau steht und sich einmal über den ganzen Schulhof zieht. Darin sollten dann die Schlaf- und Gruppenräume untergebracht werden.

Zwei Drittel der Umwandlung des Altbaus wären im Entwurf von Christian Kieselhorst also ein Neubau auf dem Schulhof. Außerdem müsste eine Menge Boden unter dem Neubau aufgeschüttet werden, um den Höhenunterschied zum Eingang auszugleichen, vor dem sich eine Treppe befindet.

Es gibt zwei Varianten dieses Entwurfs: für zwei und für drei Krippengruppen. Die Kosten für diesen Entwurf belaufen sich laut einer Kostenberechnung des Architekturbüros auf 1,215 Millionen Euro für eine zwei­gruppige Krippe und auf 1,481 Millionen Euro für eine Krippe mit drei Gruppen.

Zum Vergleich: Ein Neubau auf der Wiese des Naturbades, angeschlossen an den Kindergarten Südenburg, würde nach den Planungen aus 2018 rund 1,9 Millionen Euro kosten.

Ganz anders sieht der Entwurf des Architekten Ralph Thater aus. Er sagte in der Ausschusssitzung, er sehe den Brand- und Schallschutz nicht als derart großes Problem. Sollte das Obergeschoss des Gebäudes weiterhin nur als Abstellraum genutzt und nicht etwa in Wohnungen umgewandelt werden, sei keine aufwendige Brand- und Schallschutzwand beziehungsweise -decke erforderlich. Dann reiche es, mit Maßnahmen wie etwa Sprinkleranlagen zu arbeiten.

Thater will in seinem Entwurf das gesamte Untergeschoss und das nebenliegende Sanitärgebäude als Kinderkrippe nutzen und alle drei Gruppenräume im bestehenden Gebäude unterbringen. Was dem Altbau-Ensemble mit Haupthaus, Sanitärgebäude und Anbau aus den späten 90er Jahren aber fehle, sei ein „verbindendes Element“. Deswegen gibt es in seinem Entwurf einen vorgelagerten, organisch geschwungenen Gruppenspielraum mit großem Sonnenschutzdach nach außen, außerdem einen Bewegungsraum und einen zweigeschossigen Bau für Büros. Allerdings hat Thater auch abgespeckte Varianten ohne zusätzlichen Anbau geplant. Die Kosten für die drei von ihm vorgesehenen Varianten belaufen sich beim Minimalumbau ohne Anbau auf 864 000 Euro und für die anderen Varianten mit Anbau auf 1,185 Millionen Euro (zwei Gruppen) oder 1,415 Millionen Euro (drei Gruppen).

Die Politiker wollen jetzt in den Fraktionen über die Vorschläge beraten.

Die Grundschule in Bohlenberge wird geschlossen, wenn in Zetel die Grundschule erweitert wird. Für diese Planungen hat sich jetzt ein Arbeitskreis gegründet, der bis zur Sommerpause zu einem Ergebnis kommen soll. Dann soll es auch dafür einen Architektenwettbewerb geben.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2506
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.