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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Wo aus „Kevin“ schon mal „Hans“ wird

03.01.2018

Bohlenbergerfeld In Bohlenbergerfeld wird aus „Kevin“ schon mal „Hans“ – zumindest wenn Schüler ins Schulmuseum kommen und dann Unterricht wie vor 100 Jahren nacherleben. Dann gibt es für die Kinder nämlich auch gleich Namen, die zur Kaiserzeit passen.

In diesem Jahr feiert das Schulmuseum seinen 40. Geburtstag. Am 19. Mai 1978 wurde es gegründet – gefeiert werden soll aber am Samstag, 24. März. Denn der 19. Mai ist in diesem Jahr ausgerechnet der Samstag vor Pfingsten, der Tag der Saisoneröffnung – für gewöhnlich der 1. April – fällt auf Ostersonntag. Daher der Termin im März.

Geplant ist neben dem Festakt eine Sonderausstellung über die letzten 40 Museumsjahre. Da ist Heike Ahlborn, Geschäftsführerin des kleinen Museums, aber noch auf etwas Mithilfe angewiesen. Denn: „Die Dokumentation ist teilweise etwas lückenhaft“, sagt Heike Ahlborn. Besonders für die vergangenen 15 Jahre tun sich ein paar Lücken auf. Die 25 Jahre davor wurden bereits für die 25-Jahr-Feier 2003 ausreichend dokumentiert.

„Wir suchen nach Erinnerungsstücken, vor allem Fotos“, erklärt Heike Ahlborn. Fotos, die beispielsweise zeigen, wie Museumsbesucher sich die Ausstellungen anschauen. Von anderen Gelegenheiten, wie etwa der Gründung des Schulmuseums, gebe es reichlich Bilder.

Ein bisschen was ist auch schon angekommen im Schulmuseum. Unter anderem ein Film, der zeigt wie eine Schulklasse sich wie vor 100 Jahren von der Rauchkate in Neuenburg aus zu Fuß auf den Weg zum Schulmuseum macht und dort unterrichtet wird. „Der Film wurde vorher noch nie veröffentlicht“, sagt Heike Ahlborn. Der Streifen hat aber auch seine Tücken, beispielsweise sind im Hintergrund Autogeräusche zu hören – das passt nicht gerade in die Epoche.

Wer noch etwas zur Ausstellung beisteuern möchte, kann sich unter Tel. 04453/1381 oder per Mail an ahlborn@schulmuseum.de an Heike Ahlborn wenden.

Dabei gibt es sonst von allem anderen eher zuviel als zu wenig im Schulmuseum. Allein 28 000 Bücher lagern in dem ehemaligen Schulgebäude. Dazu kommen noch rund 400 alte Landkarten, etliche Gerätschaften aus dem Physikunterricht, mehr als einhundert Schulranzen, etwa 4000 verschiedene Schulwandbilder, die in Zeiten vor Medienwagen und Overhead-Projektor den Schülern auf dem Land einen Eindruck davon vermitteln sollten, wie wohl eine Königskrönung ausgesehen haben könnte, sowie ca. 6000 Dias. Von all diesen Dingen hat das Museum mittlerweile so viel, dass der Platz kaum noch reicht.

„Das führt dazu, dass wir manche Dinge überhaupt nicht zeigen können“, sagt Heike Ahlborn. Denn der Platz für Sonderausstellungen ist begrenzt. Und wenn es mehr Platz braucht, muss dafür irgendetwas anderes im Lager verschwinden. In dem Museum finden sich auch Dinge, die eigentlich nicht viel mit einer Landschule um 1910, die dort ja abgebildet werden soll, zu tun haben. „Anfangs wurde viel vor allem deshalb gesammelt, um es davor zu bewahren, verloren zu gehen“, erklärt Heike Ahlborn. So kamen eben einige Dinge in die Sammlung des Museums, die nicht wirklich dort rein passten.

Da das Museum gegründet wurde, als viele der kleinen Schulen auf dem Land geschlossen wurden, kamen aus zahlreichen Schulen Dinge zusammen, die einfach nicht weggeworfen werden sollten. Und in den weiteren 40 Jahren kam natürlich noch einiges dazu.

Und wann immer etwas Neues gezeigt werden soll, braucht es dafür natürlich Stellwände, Vitrinen und die richtige Beleuchtung. Die werden im Schulmuseum selbst gebaut. „Das hat zum einen natürlich den Vorteil, dass wir damit sehr flexibel sind“, sagt Heike Ahlborn. Auf der anderen Seite fehle auch einfach das Budget, um etwa darauf spezialisierte Firmen zu beauftragen.

Eins kann das Schulmuseum aber für sich beanspruchen: „Es ist das älteste, eigenständig existierende Schulmuseum in Deutschland“, sagt Heike Ahlborn. „Das ist doch aller Ehren wert – und das in der Gemeinde Zetel.“

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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