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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Altes Frauenbild auf großer Leinwand

15.03.2019

Bohlenbergerfeld Im Nordwestdeutschen Schulmuseum an der Wehdestraße 97 in Bohlenbergerfeld ist im April eine neue Sonderausstellung zu sehen. Der Titel lautet „Frauen- und Familienbild – Schlaglichter in Schulwandbild und Fibel 1900 bis 1980“. Die Ausstellung wird am Samstag, 30. März, offiziell mit einem Festvortrag von Professor Dr. Antje Sander vom Schlossmuseum Jever eröffnet.

Anlass der Ausstellung ist das 100-jährige Bestehen des Frauenwahlrechts. Heike Ahlborn, die Geschäftsführerin des Schulmuseums in Bohlenbergerfeld, schreibt zum Hintergrund der Ausstellung: Frauen haben im Jahr 1919 nach langem, teils erbittert geführtem Kampf das aktive und passive Wahlrecht gewonnen. Im Zuge der industriellen Revolution waren schon am Ende des 19. Jahrhunderts berufstätige Frauen und auch Kinder im Arbeitermilieu – oft mit harten körperlichen Herausforderungen – zur Normalität geworden. Dennoch änderte sich am traditionellen Rollenbild der Frau und stets sorgenden Mutter und ihrer Position im Familiengefüge vor allem im bürgerlichen Milieu wenig.

Dieses althergebrachte Frauen- und Familienbild spiegelte sich in Fibeln, Schulbüchern und Schulwandbildern bis in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts wider. Mit dem Bild der Hausfrau und Mutter, die, wenn überhaupt, in pflegenden und dienenden Berufsfeldern berufstätig war, wurden vermeintlich typisch weibliche Eigenschaften propagiert und verfestigt.

So wurde durch den Transport dieses Stereotyps in den unterschiedlichen schulischen Medien die Erziehung der Kinder früh geprägt.

Im Nachhall eines der 1968er Bewegung geschuldeten gesellschaftlichen Umdenkens fand das moderne Frauen- und Familienbild seinen Niederschlag auch in Fibel und Schulwandbild.

Die Kabinettsausstellung „Frauen- und Familienbild –Schlaglichter in Schulwandbild und Fibel 1900 bis 1980“ zeigt diesen Weg exemplarisch auch unter Einbeziehung modischer Accessoires und der Veränderung der weiblichen Kleidung aus acht Jahrzehnten auf.

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