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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Lotsen sollen es Betrieben leichter machen

06.12.2019

Borgstede Betriebe, die einen jungen Flüchtling ausbilden wollen, stehen mitunter vor großen Schwierigkeiten: Angefangen mit den ganz normalen Herausforderungen einer Ausbildung, über die Sprachbarriere bis hin zu bürokratischen Problemen.

Besonders mit letzteren hatte die Zimmerei Klostermann in Borgstede zu kämpfen. Der Familienbetrieb in vierter Generation bildet Farhad Naazri zum Zimmermann aus. Der 20-Jährige stammt aus Afghanistan. „Es ging schon mit der gesetzlichen Krankenkasse los“, sagt Ulrike Klostermann. „Es war ein Riesenaufwand ihn in die Versicherung zu bekommen.“ Deswegen wäre Farhad Naazri beinahe aus einer Einstiegsqualifikation geflogen. „Das war eine ganz blöde Situation. Er hätte auch abgeschoben werden können, wir standen unter enormen Druck“, sagt Ulrike Klostermann. Ausbildungsbegleitende Hilfen gab es anfangs auch nicht.

Leichter machen sollen es den Betrieben die so genannten Willkommenslotsen. Auf das Programm machte die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen bei einem Besuch des Betriebs aufmerksam. Angesiedelt sind die Willkommenslotsen bei den Kammern. In Oldenburg steht beispielsweise bei der IHK Willkommenslotsin Bettina Doneit zur Beratung zur Verfügung. Jährlich werden sieben Millionen Euro für das bis 2023 laufende Programm zur Verfügung gestellt. „Die Betriebe fragen sich: ,Wie sollen wir das alles bewältigen?‘ Es gibt viele Betriebe, die sich engagieren – aber die sollen dann auch Hilfe bekommen“, sagte Grotelüschen.

Die Firma Klostermann will den jungen Afghanen weiter ausbilden und später übernehmen. „Handwerklich ist er super. Wir haben Fachkräftemangel und sind froh, dass er bei uns arbeiten möchte“, erklärt Ulrike Klostermann – zumal sich Farhad Naazri in der Ausbildung ausgesprochen gut anstelle.

Aber die Ausbildung besteht eben nicht nur aus den handwerklichen Fähigkeiten, sondern auch aus der Berufsschule – und da wird es für den Auszubildenden schon schwieriger. „Ohne Nachhilfe ist es in der Schule schwierig. Ich denke, mit viel üben kann ich es schaffen. Ich möchte auch gerne weiterhin hier arbeiten“, sagt Farhad Naazri.

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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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