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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Mit Gummistiefel oder Barfuß durch das Watt

17.10.2018

Dangast Mit schweren Schritten kämpft sich die Gruppe um Wattführerin Gesche Gruwe durch den Schlick des Wattenmeeres in Dangast. Die einen tragen Gummistiefel, die anderen gehen Barfuß. Eine junge Frau läuft auf Socken durch den weichen Boden, ihre Stiefel hatten sich zu tief in den Schlick gegraben. Die 20 Personen nehmen an einer Wattwanderung teil, die während der 10. Zugvogeltage aufklärt, was die Zugvögel im Watt fressen.

„Machen sie sich mal Gedanken, worin wir hier stehen“, sagt Gesche Gruwe. „Man merkt, dass man hier nicht so einfach voran kommt, denn dass hier ist feinstes Schlickwatt.“ Insgesamt gibt es drei Arten: Sand-, Misch- und Schlickwatt: „Dieses Schlickwatt besteht aus ungefähr zehn Prozent organischem Material und 90 Prozent Ton“, erklärt Gesche Gruwe. „Damit könnte man sicherlich sehr gut töpfern“, sagt Sonja Köhn. Tatsächlich wurden daraus früher Klinker gefertigt, so Gruwe weiter.
Bis zu 100 Meter führt die Wattführerin die Gruppe in das Watt hinein. In weiter Ferne kann man, in gräulichen Farben gehüllt, die Umrisse von Wilhelmshaven erblicken. In der anderen Richtung erhebt sich der Leuchtturm Arngast. Doch die Blicke der Gruppe sind die meiste Zeit auf den graubraunen Boden gerichtet. „Das hier ist einer der produktivsten Boden-Ökosysteme der Welt“, sagt Gesche Gruwe. Auf einen Quadratmeter und einer Tiefe von bis zu 40 Zentimeter leben hier 700 Seeringelwürmer und Pfeffermuscheln, 40 000 Schlickkrebse und 100 000 Wattschnecken.

Weitere Termine in Dangast

Mittwoch, 17. Oktober: 10.30 Uhr: Zugvögel beobachten, Sielstraße 30; 15 Uhr: Künstlerort-Führung, Altes Kurhaus Donnerstag 18. Oktober: 10.30 Uhr: Was fressen Zugvögel im Watt?, Weltnaturerbeportal; 15 Uhr: Mitmach-Wattführung für Kinder, Weltnaturerbeportal Freitag 19. Oktober: 10.30 Uhr: Was fressen Zugvögel im Watt?, Weltnaturerbeportal; 15 Uhr: Zugvögel beobachten, Sielstraße 30 Samstag 20. Oktober: 10 Uhr: Malkursus mit dem Illustrator und Tiermaler Claus Rabba, Nationalpark-Haus Dangast, Zum Jadebusen 179

Die Wattschnecke hält einige Rekorde. Unter anderem ist sie die schnellste Schnecke der Welt: „Mit Schneckenschleim heftet sie sich an die Wasseroberfläche und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu sieben Kilometer pro Stunde“, sagt Gruwe.

Durch die große Anzahl der Tiere ist das Wattenmeer ein gutes Jagdgebiet für die Zugvögel. Sie kommen im Frühjahr und im Herbst. Bis zu zwölf Millionen Vögel nutzen das Wattenmeer, um sich zu ernähren. „Obwohl sehr viele Tiere gefressen werden, ist die Reproduktionsrate der Beutetiere so gut, dass wieder genug Nahrung als Grundlage da ist, wenn die Vögel wiederkehren“, versichert Gruwe.

Nach eineinhalb Stunden geht es zurück ans Festland, um sich den Schlick von den Händen und Füßen zu waschen. Für die Gruppe war es ein tolles Erlebnis: „Ich bin von der Artenvielfalt wirklich beeindruckt“, sagt Hans-Jürgen Mantel, und auch Wolfgang Rapp fand die Führung sehr informativ: „Es war interessant, die Unterschiede von Watt kennen zu lernen.“

Soeke Heykes Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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