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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Mit Sträuchern gegen den Klimawandel

29.11.2019

Dangastermoor Ursprünglich sollten es rund 50 Bäume sein, jetzt sind daraus etwa 200 Sträucher geworden: Bei einer Baumpflanzaktion am Donnerstagnachmittag haben knapp 20 Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums eine ca. 900 Quadratmeter große Fläche mit Holunder, Felsenbirne, Schlehe und Sanddorn bepflanzt.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Josefina Bulow. Die Sechstklässlerin hat sich zur Klimabotschafterin ausbilden lassen, und wollte gemeinsam mit ihrer Klasse 50 Bäume für das Klima pflanzen. Auch eine mögliche Fläche war Dank der Mithilfe von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und den Niedersächsischen Landesforsten recht schnell gefunden: eine Lichtung im Wald bei Büppel, die dort von einigen Sturmböen geschaffen wurde und auf der sich seitdem Brombeeren breitgemacht haben.

Jetzt ist es doch Dangastermoor geworden. Wieso der Ortswechsel? „Im Wald hätten die Bäume die Lücke auch selbst wieder schließen können“, erklärt Josefina Bulow. Der Einsatz der Schüler hätte die Verjüngungskur lediglich beschleunigt und etwas mehr Abwechslung in den Wald gebracht. Außerdem: Nur wenn man eine ganz neue Fläche bepflanzt, hat das auch wirklich positive Auswirkungen aufs Klima.

Deshalb hielt die junge Klimaaktivistin weiterhin Ausschau nach geeigneten Flächen – und fand eine auf dem Gelände am Brauhaushotel, die Familie Tepe zur Verfügung stellte. Nur: Bäume sollten dort nicht gepflanzt werden, sie hätten sonst die Eichen an der Straße gestört. „Der Streifen ist recht schmal. Wenn wir da Bäume pflanzen, kommen die den Eichen in die Quere“, erklärt Wibeke Schmidt vom Forstamt Neuenburg, die das ganze Projekt als Waldpädagogin begleitete. Die Sträucher hingegen befinden sich ein Stockwerk tiefer und erreichen nicht die Kronen der Bäume.

Weiterer Vorteil der Sträucher: Sie tun nicht nur etwas fürs Klima, indem sie CO2 binden, sondern sorgen auch für Leben am Straßenrand. Wenn die Sträucher im Frühling blühen, ziehen sie Insekten an und im Herbst dienen die Früchte den Vögeln als Nahrung.

Bis die Sträucher aber Wirkung für das Klima zeigen, mussten sie erst einmal eingepflanzt werden – und das bedeutete jede Menge an Arbeit für die Schüler. Der etwa 150 Meter lange und sechs Meter breite Streifen wurde in einzelne Flächen aufgeteilt, über die sich die Schüler in mehreren Gruppen nach und nach hermachten. Wibeke Schmidt und ihre Kollegen vom Forstamt zeigten den Kindern, wie sie die Sträucher am besten einpflanzen, ohne dass die Wurzeln beschädigt werden oder sie sich gegenseitig den Platz wegnehmen. Verpflegung gab es vom Brauhaushotel und Bürgermeister Wagner, der ebenfalls an der Pflanzaktion teilnahm, ließ für alle Kuchen springen.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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