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NWZonline.de Region Friesland Bildung

NATURSCHUTZ: „Der Friedhof ist eine Arche“

01.04.2009

VAREL Mit Hammer, Alunagel und dem hölzernen Nistkasten in der Hand steigt Eike die Leiter hoch, die an einem dicken Baum auf dem Vareler Friedhof lehnt und vom Gärtner Enno Juilfs gesichert wird. In gut vier Metern Höhe befestigt Eike den Nistkasten für eine Rotkelchen-Familie. Ein paar Minuten später nagelt Jascha, ebenfalls Siebtklässler der Haupt- und Realschule Arngaster Straße, 30 Meter weiter einen Nistkasten für eine Kleiber-Familie an einen Baum. Es sind die ersten beiden von etwa 50 Nistkästen, die der Naturschutzbund (Nabu) auf dem Vareler Friedhof installieren will. Gemeinsam mit der evangelisch-lutherischen Kirche will der Nabu im Oldenburger Land einen Beitrag zum Artenschutz auf Friedhöfen leisten. In Varel läuft das Modellprojekt „Lebendiger Friedhof“.

Weniger Flächen für Natur

„Friedhöfe sind heute wichtige Orte für den Naturschutz“, sagt Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer des Nabu Oldenburger Land. Die Besiedlung um uns herum nehme stetig zu. In Deutschland gingen täglich 80 Hektar Fläche für den Naturschutz verloren. „Der Friedhof ist eine Arche“, so Wohlers. Mit dem Modellprojekt, das den Gedanken von Natur und Schöpfung aufgreife, soll die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Friedhof erhalten werden.

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Pastor Tom Brok bezeichnete den 150 Jahre alten Friedhof mit seinem parkähnlichen Charakter als einen besonderen Ort in Varel. „Er ist ein Ort des Erinnerns, des Abschiednehmens, der Emotionen und ein Ort, den eigenen Gedanken nachzugehen.“ Mit dem Projekt soll exemplarisch die Friedhofskultur mit dem Naturschschutz zusammengebracht werden.

Nach Aussagen von Oberkirchenrat Wolfgang Wehner liegt die Bewahrung der Schöpfung der Kirche sehr am Herzen, und der Umweltschutz gewinne zunehmend an Bedeutung. Mit diesem Projekt ließen sich beide Gedanken gut kombinieren. Allein die evangelisch-lutherisch Kirche ist Träger von 130 Friedhöfen. Wenn in Varel ausreichend Erfahrungen gesammelt worden sind, soll das Projekt auf andere Friedhöfe im Oldenburger Land übertragen werden.

Auf dem Vareler Friedhof haben zwei Ornithologen die Vögel kartiert. Nach Angaben von Wohlers und Projektleiterin Birgit Röttering gibt es dort neben Rotkelchen und Kleiber auch Zaunkönige, Zilpzalps, Eichelhäher, Elstern, Buchfinken und Heckenbraunellen. Der eine oder andere wird demnächst in einem der Nistkästen brüten.

Schüler bauen Nistkästen

Gebaut werden die Nistkästen von Eike, Jascha, Waldemar und ihren Mitschülern des siebten Schuljahrs im Werkunterricht. Lehrer Andreas Michalke hat vom Nabu die Baupläne für die unterschiedlichen Nistkästen erhalten und besorgt das Material. Nach den Osterferien geht es an der Haupt- und Realschule Arngaster Straße los.

Vogelkundlicher Spaziergang

Der Naturschutzbund (Nabu) bietet am Sonnabend, 18. April, einen vogelkundlichen Spaziergang auf dem Vareler Friedhof an. Das Projekt „Lebendiger Friedhof“ will nämlich nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz leisten, sondern auch das Bewusstsein der Bürger für den Naturschutz schärfen. Start für die Führung ist um 8 Uhr auf dem Friedhofs-Parkplatz an der Oldenburger Straße.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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