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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Suchtprävention: Diese Jugendlichen warnen vor Drogen

13.12.2016

Zetel „Wir Erwachsenen machen einen entscheidenden Fehler“, sagt der Suchtberater Burkhard Horn. „Wir versuchen, aus unserem Weltbild heraus, Jugendliche zu verstehen. Aber das geht nicht. Deswegen habe ich neue Ansätze entwickelt.“ Die Idee: Nicht Erwachsene warnen Jugendliche mit erhobenem Zeigefinger vor den Risiken von Drogen, sondern Jugendliche sprechen miteinander über die Gefahren.

Zwölf Schüler der Haupt- und Realschule sind dafür jetzt ausgebildet. „Wir werden in die Klassen gehen und die Kinder und Jugendlichen dort aufklären. Wir wollen ihnen auch anbieten, anonym zu uns zu kommen“, sagt die Schülerin Katharina Voigt.

Dass es Mitschüler gibt, die Drogen konsumieren, steht für sie außer Frage. „Gras, Speed, Ecstasy – und natürlich Alkohol“, zählen sie auf. Die Jugendlichen, die jetzt Experten sind, sollen nicht beraten, sondern nur informieren. Sie wissen Bescheid über gesundheitliche Gefahren und rechtliche Konsequenzen. „Viele wissen gar nicht, dass jemand, der am Samstag kifft und am Montag wieder Auto fährt, riskiert, seinen Führerschein zu verlieren“, sagt Burkhard Horn.

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Der Zehntklässler Aaron Warnken hat gemerkt: „Vor allem, wenn man mit Jüngeren spricht, gehen sie schon darauf ein und hören zu.“ Einmal waren die Jugendlichen schon in einer fünften Klasse. „Da wurden viele Fragen gestellt, aber man hat auch gemerkt, dass sie schon sehr viel wissen.“

Das Konzept heißt „Peer to Peer Education“. Eine „Peergroup“ ist eine Gruppe von Menschen mit der selben Lebenswelt. Das Konzept wird begleitet von der Hochschule Emden, an der Suchtberater Burkhard Horn arbeitet, die mit den Schülern über Monate Blockseminare zur Suchtprävention gemacht hat. Außerdem haben die Schüler Vortragsabende des Präventionsrates besucht. Treibende Kräfte waren außerdem Swenja Joseph und Nicole Kothe vom Jugendzentrum „Steps“, die Schulsozialarbeiterin Christiane Stark und der Beratungslehrer Peter Töben.

Aus eigener Initiative heraus haben die Schüler zusätzlich ein Seminar mit dem Präventionsbeauftragten der Vareler Polizei, Eugen Schnettler, organisiert.

Am Montag haben die Schüler im Jugendzentrum „Steps“ ihre Zertifikate bekommen. Bürgermeister Heiner Lauxtermann hat das Konzept dabei auf den Punkt gebracht: „Wir Lebensälteren sind, was das Thema Drogen betrifft, ziemliche Dumpfbacken. Ihr führt ein ganz anderes Leben, und das sehen wir nicht.“ Er habe früher gedacht, in Zetel sei das Problem mit Drogen gar nicht so schlimm. „Aber jetzt weiß ich: Es ist überall beängstigend.“

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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