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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Einblicke in den Zustand der Nordsee

19.08.2010

HOOKSIEL Einen gelben Container konnten Besucher des Außenhafens Hooksiel in den vergangenen Tagen auf dem Parkplatz sehen. Er ist der Nachbau eines Messpfahls im Seegatt zwischen Langeoog und Spiekeroog an der Südwestspitze Spiekeroogs in der Otzumer Balje. Die Messeinrichtung wurde dort im Jahr 2002 aufgestellt.

Mit ihr wollen Wissenschaftler des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg wichtige Umwelteinflüsse wie Wassertemperaturen, den Salz- und Chlorophyllgehalt, Nährstoffeinflüsse sowie die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers untersuchen. Wichtig sind ihnen auch die täglichen Wetterdaten.

In den kommenden Jahren wollen sich die Wissenschaftler auf die Untersuchung der mikrobiologischen und geochemischen Prozesse in den Porenräumen der Sandbank Janssand konzentrieren. Im Blickpunkt stehen „hungrige“ Bakterien, die dafür sorgen, dass das Meerwasser nicht mit Sauerstoff zehrenden Stoffen überlastet wird, was zum „Umkippen“ des Watts führen könnte. Zugleich will die Gruppe herausfinden, welche Auswirkungen der Klimawandel auf das Watt hat.

Der Nachbau der Messstation, der bis Mitte September Station in Küstenorten und auf Inseln macht, war das Wahrzeichen Oldenburgs als „Stadt der Wissenschaft 2009“. „Uns ist wichtig, Einheimischen und Gästen Informationen über die Flachmeerküste und die Küste überhaupt zukommen zu lassen. Mit unserem Messpfahl auf Tour wollen wir mit viel Technik den Besuchern zeigen, was bei Ebbe und Flut im Watt passiert“, sagt Diplom-Biologe Georg Steinert.

Unter dem Motto „Schaufenster Meeresforschung“ informieren die Wissenschaftler des ICBM über aktuelle Themen der Meeresforschung, wie die Auswirkung des Klimawandels und den Anstieg des Meeresspiegels. Durch Kurzvorträge, Computeranimationen, Laborversuche und Live-Bilder aus der Station im Watt entsteht ein informativer Blick auf die Zukunft der Küsten. Für Kinder gibt es im Messpfahlnachbau spezielle Informationstafeln und eine Spielecke.

Der Stationsnachbau steht von diesem Donnerstag, 19. August, bis 1. September, auf dem Hafenplatz in Spiekeroog. Ab dem 3. September ist er in Norddeich am Strandbad bis zum 14. September zu finden. Er ist dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonnabend und Sonntag öffnet er seine Türen von 12 Uhr bis 16 Uhr.

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