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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Erfolgsaussichten statt schlechter Prognose

06.10.2011

SANDE Die Erfolgsgeschichte der sogenannten S.u.P.e.R.-Klasse für schulmüde Jugendliche aus Friesland und Wilhelmshaven an der Oberschule Sande wird fortgesetzt. 23 Achtklässler, an ihren früheren Schulen wegen schlechten Benehmens, noch schlechterer Noten und Schulschwänzertums besonders negativ aufgefallen und mit der Prognose, sie würden niemals einen Schulabschluss erreichen, bereits als Schulversager abgeschrieben, erhalten in einem Bildungsprojekt an der Oberschule in Sande neue Chancen – und neue Perspektiven.

Möglich machen das mit finanzieller und personeller Unterstützung das Land, der Landkreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven in Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und etlichen Handwerksbetrieben der Region.

S.u.P.e.R. – das ist nicht nur die kryptische Abkürzung für „Schule und Praxis – ein Regionalprojekt“, sondern vor allem ein Versprechen für die Zukunft der Jugendlichen, dass sie ihren Hauptschulabschluss doch noch packen und sie die Eintrittskarte für eine „super Zukunft“ voller Perspektiven lösen, erläutert BNW-Leiterin Dr. Eva Maria Haarmann. Neben der neuen SuPeR-Klasse mit 23 Jugendlichen bereitet sich in Sande zurzeit eine 9. Klasse mit 21 Schülern als „SuPeR“-Klasse auf ihren Schulabschluss im kommenden Mai vor.

Seit 2005 gibt es in der Region unter verschiedenen Namen und unter teils unterschiedlicher Trägerschaft ähnliche Projekte. Die Erfolgsquoten sind beeindruckend: „Bisher hat jeder Jugendliche, der die SuPeR-Klassen oder die Vorgänger-Projekte besucht hat, seinen Hauptschulabschluss hinbekommen“, berichtet Schulleiter Hans-Joachim Vogt voll Stolz. Und das seien „echte Abschlüsee“, betont Reinhard Witte von der Landesschulbehörde in Wilhelmshaven. „Den jungen Leuten wird nichts geschenkt. Sie müssen durch das allgemeine Prüfungsverfahren.“ 70 Prozent der Schüler haben im Anschluss auch eine Lehrstelle gefunden.

Die Grundlage dafür wurde in der Schule gelegt: An zwei Tagen pro Woche arbeiten die Schüler in Betrieben, an den übrigen Tagen wird der Unterrichtsstoff gelernt. Diszipliniertes Arbeiten, Umgangsformen, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit – das müssen die jungen Leute nun lernen. „Wem das nicht gefällt, geht wieder zurück an seine alte Schule“, so Vogts Ansage. Doch von Frusterlebnissen wie früher haben die Schüler genug. Sie freuen sich jetzt über erste Erfolgserlebnisse und sind stolz, in Sande noch mal neu anfangen zu dürfen.

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