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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Erstaunt über Party in der Schule

28.06.2017

Varel Während des Abi-Streichs, den es in den USA ohnehin nicht gibt, eine Party auf dem Schulhof feiern oder beim Abi-Ball die Eltern mitbringen? Das war bisher unvorstellbar für die 14 amerikanischen Austauschschüler, die drei Wochen lang in Deutschland sind. Auch, dass einige Lehrer ihren ehemaligen Schülern Getränke spendierten und mit ihnen anstießen, war für die Austauschschüler ganz neu.

Im Gegenzug waren auch die deutschen Gastgeber, Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums, darüber erstaunt, dass der 16-jährige Aiden White nicht nur einen Führerschein, sondern auch schon ein Auto besitzt, mit dem er jeden Tag zur Schule fährt.

Kulturen kennenlernen

Circa 6000 Kilometer Luftlinie trennen Varel und Jackson (Bundesstaat Michigan) voneinander. Dort besuchen die 15 bis 18-Jährigen die High School (Oberschule). Von ihren Lehrerinnen Wendy Adams, Jamie Woodring und Lisa Palaion haben sie schon viel über Deutschland und die deutsche Kultur gelernt. Während ihrer Zeit im hohen Norden besuchten sie die Vareler Mühle und das Heimatmuseum. Bei ihrem Ausflug nach Berlin trafen sie sogar auf Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer.

Weltoffene Schüler

In Deutschland zu leben, können sich die Schüler allerdings nicht vorstellen: „Es ist einfach nicht unser Zuhause“, sagt die 18-jährige Rachel Cunningham, die bereits zum zweiten Mal an dem Austausch teilnimmt. Trotzdem haben die US-Amerikaner noch einiges vor. Die Schülerin Sophie Albee-Scott beispielsweise plant, nach ihrem Abschluss in England zu studieren. Im Gegensatz dazu saß Ayla Stiles vor zwei Wochen das erste Mal in ihrem Leben in einem Flugzeug.

Ihrem neuen Präsident Donald Trump stehen die weltoffenen Schüler kritisch gegenüber. „Es war eine interessante, hitzige Wahl. Leider hat sie einen Keil zwischen viele Menschen getrieben“, sagt Kerena Coffie. An der Wahl im November 2016 durfte noch keiner der Schüler teilnehmen, nach eigenen Angaben hätte keiner von ihnen den republikanischen Kandidaten Trump gewählt. „Das ist schwierig, weil die republikanische Partei in unserer Heimatstadt Jackson gegründet wurde. Ich glaube, viele haben Trump gewählt, aber es nicht zugegeben“, sagt Schülerin Karena Coffie.

Am 4. Juli treten sie ihre Rückreise an. Im September fliegt eine 23-köpfige Gruppe des LMG nach Jackson. Unter anderem steht ein Besuch in Chicago auf dem Plan.

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Heimatmuseum | LMG