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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Selbsthilfe: Für Jannis öffnete sich neue Welt

13.02.2013

Varel Die Gründung einer „Selbsthilfegruppe AVWS – Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung“ ist von Ilka Vogt, Mutter eines betroffenen achtjährigen Jungen an diesem Mittwoch, 13. Februar in Varel geplant. Treffpunkt ist um 19 Uhr in der Ergotherapie und Lerntherapie Tina Brun in der Menckestraße 4 in Varel.

Der Idee zur Gruppengründung gingen vier erfolgreich verlaufene Informationsveranstaltungen zum Thema AVWS u.a. in der Ergotherapiepraxis Brun in Varel für Eltern, Lehrer, Erzieher und anderen Interessierte voraus.

Als der heute acht Jahre alte Jannis 2010 eingeschult wurde, stellten sich plötzlich weitere Probleme im normalen Umgang ein: „Ich habe Jannis nicht erreichen können, er war zunehmend nicht ansprechbar, seine schulischen Leistungen tendierten immer tiefer in den unteren Bereich!“ schildert Ilka Vogt den Verlauf der bis heute kaum bekannten Erkrankung ihres Sohnes. Sie habe immer wieder alle möglichen Gegenstände hinter ihm hertragen müssen. „Plötzlich schrieb Jannis in Spiegelschrift anstelle der normalen Buchstaben.“

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Trotz der schon angefangenen Ergotherapie blieben immer noch Zweifel, nicht alles gefunden zu haben.

Ein Glücksfall für Jannis: Die aufmerksame Klassenlehrerin der Grundschule am Schlossplatz in Varel, Petra Buchtmann, gab seiner Mutter den entscheidenden Tipp. Ilka Vogt hatte einen Fachmediziner nach dem anderen konsultiert und es mit immer neuen Therapieeinrichtungen versucht. Bis sie durch die Lehrerin auf den Spezialakustiker für hörgeschädigte Kinder, Jürgen Mundt in Wiesmoor, stieß: Er erkannte schon nach dem ersten Test AVWS. Hinter den vier Buchstaben verbirgt sich ein Krankheitsbild, das erst seit zehn Jahren näher bekannt geworden ist: Zentrale Prozesse des Hörens sind bei den Erkrankten gestört. So wird die menschliche Sprache von den unwichtigsten Nebengeräuschen unterdrückt und übertönt. Ilka Vogt beschreibt es anschaulich: „In diesen Situationen werden im Gehirn die falschen Informationen weitergegeben.“ Damit diese „Informationen wieder richtig weitergegeben werden“, übernehmen spezielle Hörgeräte die „richtige Zuordnung“. Der Erfolg stellte sich bei Jannis fast unmittelbar nach der ersten Anwendung ein: Jannis hört inzwischen fast so normal wie alle Kinder in seinem Alter und seine schulischen Leistungen haben sich stark verbessert. „Es ist manchmal so“, sagt Ilka Vogt, „als ob sich für Jannis eine neue Welt geöffnet hat. Auch als Person hat er sich sehr positiv verändert.“ In anderthalb Jahren könnte sich sein Gehirn dank der technischen Unterstützung dauerhaft an den „Normalzustand“ angepasst haben, und Jannis kann dann sehr wahrscheinlich sogar auf die Hörgeräte verzichten. Die teure Hörtechnik müssen die Eltern zum Teil aus ihrer eigenen Tasche bezahlen: In den Finanzierungskatalogen der Krankenkassen sei, so Ilka Vogt, AVWS bislang nicht überall enthalten. Die vielen Auseinandersetzungen und das nicht sehr schöne 1. Schuljahr, wird Jannis bald vergessen haben. So positiv hat sich sein Leben zu Hause, in der Schule, beim Spielen und Herumtollen mit Freunden verändert.

Wer mehr über die neue Selbsthilfegruppe „SHG AVWS – Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen“ wissen möchte, sollte sich mit der Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS), Gabriele Peest, in Verbindung setzen (Tell 04451/914646; kiss-friesland@paritaetischer.de.pari/DIK).

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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