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NWZonline.de Region Friesland Bildung

BILDUNG: Gefühlen Ausdruck verleihen

10.04.2008

JEVER Wie kann ich meine Gefühle, Erfahrungen, Hoffnungen und Enttäuschungen in Worten ausdrücken? Dieser Frage ging jetzt die Autorin Inge Meyer-Dietrich (siehe Info-Kasten) mit einer Klasse der Hauptschule Jever in einer einwöchigen Schreibwerkstatt nach.

Ziel des ungewöhnlichen Unterrichtsprojekts war, den Jugendlichen abseits des Deutschunterrichts zu helfen, ihre eigene Textform zu finden. „Es ging nicht darum, perfekte Texte zu schreiben“, betont Inge Meyer-Dietrich. Vielmehr wolle sie die Lust wecken, etwas, das die Jugendlichen beschäftigt, zu Papier zu bringen.

Und das ist ihr offenbar gelungen. Zum Abschluss des Projekts präsentierten die Neuntklässler Ergebnisse, die sich sehen und – vor allem – lesen lassen können. „Ich bin beeindruckt“, lobte Inge Meyer-Dietrich ihre Schreibschüler. Sie hätten sich schnell auf das Experiment eingelassen, Vertrauen gefasst und sich sehr ernsthaft und engagiert mit der Aufgabe auseinander gesetzt.

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Nach einigen Anstößen hatte die Autorin den Schülern möglichst freie Hand gelassen, stand aber als Ratgeberin jederzeit zur Verfügung. Zudem half sie bei Fragen zum Schreibstil. „Es war toll zu erleben, wie die Schüler am Ende an Worten und Formulierungen gefeilt haben“, so Inge Meyer-Dietrich.

Das Spektrum der Texte reicht von Liebes- bis zur Horrorgeschichte. Eine solche haben zum Beispiel Janine Janssen und Michelle Helmerichs (beide 14) geschrieben. Sie handelt von vier Leuten, die in einem Geisterhaus, in dem einst eine Familie ermordet wurde, eine schreckliche Nacht verbringen.

Mit dem Aberglauben um den „Freitag, der 13.“ hat sich Christian Schumann auseinander gesetzt – und zwar in Form einer „Reihum-Geschichte“, für die er Gedanken seiner Mitschüler zu diesem angeblichen Pechtag zusammengetragen hat.

Ein ganz schwieriges und brandaktuelles Thema hat sich Jana Gilhaus vorgenommen. Sie hat Informationen zu dem tödlichen Holzklotz-Wurf von einer Autobahnbrücke in Oldenburg zusammengetragen und eine Geschichte aus Sicht eines der Kinder geschrieben, deren Mutter bei dem Anschlag getötet wurde.

„Für die Jugendlichen war es eine neue Erfahrung, eine ganze Woche Zeit zu haben, um sich mit der Aufgabe zu beschäftigen“, sagte Deutschlehrerin Maike Rickmann, die das Projekt begleitet hat. Das Gefühl für Sprache sei geschärft worden.

Ermöglicht wurde das Projekt vom Friedrich-Bödecker-Kreis, der sich für die Leseförderung schwerpunktmäßig an Haupt- und Förderschulen einsetzt.

Die Ergebnisse der Schreibwerkstatt wurden von den Schülern zu einem selbst gestalteten Heft zusammengestellt, von dem jeder Beteiligte ein Exemplar erhält. Zudem sollen die Texte in der Schule ausgehängt werden.

siehe Interview auf jever, s.34

Mehr Infos unter

www.Boedecker-Kreis.de

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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