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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Jahrzehntelang die Schulbank gedrückt

05.07.2012

WANGEROOGE 59 Jahre lang hat Evelyn Genuit die Schulbank gedrückt – 43 Jahre davon als Lehrerin. „Ich bin unglaublich gerne zur Schule gegangen – aber irgendwann muss auch mal Schluss sein“, sagt sie. Endgültig Schluss ist für die Leiterin der Grundschule Wangerooge am Sonnabend, 7. Juli, 15 Uhr: Beim Sommerfest der Grundschule wird sie aus der Schule entlassen.

„Ich habe nie unter der Schule gelitten“, sagt die (noch) 64-Jährige – am 12. Juli feiert sie ihren 65. Geburtstag. „Ich liebe die Kinder, unterrichte gerne und die Arbeit mit den Eltern ist auch toll“, meint Evelyn Genuit, die 2005 nach Wangerooge gekommen war. Doch nun freut sie sich auch darauf, etwas Neues zu machen. Ein „bisschen“ reisen wird sie – Pläne zur Anschaffung eines Wohnmobils sind schon weit gediehen –, außerdem viel lesen, fotografieren, basteln und ihren Garten bestellen. „Ich werde tun, was mir gerade so gefällt, und genießen, dass ich die Zeit dazu habe“, sagt Evelyn Genuit.

Wangerooge den Rücken kehren will sie auf keinen Fall: „Ich habe nie bereut, dass wir vor sieben Jahren auf die Insel gezogen sind und fühle mich hier pudelwohl“, betont sie.

Bedauern schwingt allerdings mit, wenn sie an die gepackten Umzugskisten denkt, die sich bereits in der Grundschule stapeln: Die Grundschule wird nächste Woche mit Sack und Pack und Mobiliar in die Inselschule umziehen. Deshalb wird mit dem Sommerfest auch Abschied vom lieb gewonnenen Schulgebäude genommen.

Ebenfalls Abschied nehmen müssen Kinder und Eltern von Hans-Heinrich Deyda: Auch er geht in Ruhestand. 21 Jahre lang hat er sich Tag für Tag auf die lachenden Gesichter seiner Wangerooger Grundschüler gefreut. „Mir fällt schwer, daran zu denken, dass die Kinder nach den Ferien wieder zur Schule gehen, ich aber nicht“, sagt er.

Doch er gehe auch mit einem Lächeln: „In der Schule hat sich viel verändert und es ist nicht einfacher geworden als Lehrer – ich habe viel erlebt und denke, jetzt ist es genug.“ Ganz vom Unterrichten wird er zunächst nicht lassen: Er wird künftig täglich zwei Stunden im Willehad-Heim Kurkinder bei den Schulaufgaben betreuen. Außerdem kann er sich gut vorstellen, im Rahmen der Ganztagsschule eine AG anzubieten.

Langweilig wird ihm sicherlich nicht: Er ist leidenschaftlicher Modelleisenbahner, nennt 80 Loks und fast 300 Güter- und Personenwaggons in Spur N sein Eigen, „ich habe außerdem einen großen Garten und will sportlich noch weiterkommen“, sagt er.

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