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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Aktion: Schüler wollen Menschenleben retten

13.09.2017

Jever Dennis Fischer hat es getan: er hat ein Leben gerettet. Das Leben eines 14-jährigen Jungen, der ohne ihn gestorben wäre. „Für mich war es nur ein minimaler Aufwand – und hinterher gab es für mich kein schöneres Gefühl.“

Auf Hilfe angewiesen

Jede Registrierung kostet für die DKMS 40 Euro. Die Schüler der BBS mussten das nicht zahlen, konnten aber spenden – nur dadurch können die Registrierungen finanziert werden.

    www.dkms.de

Dennis Fischer ist einer von mehr als sieben Millionen Menschen, der sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS) als Stammzellspender registriert hat – um gegen Blutkrebs zu kämpfen. Und er war einer von vielen, der tatsächlich als Spender in Frage kam – und damit ein Leben gerettet hat.

Die Schülervertretung der Berufsbildenden Schulen (BBS) hatte ihn gemeinsam mit Annika May von der DKMS eingeladen, um die Schüler über das Spenden zu informieren. Zudem hatte jeder die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen – was der Großteil auch getan hat.

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So wie Tilko Bohms. „Ich weiß zwar nicht, ob ich als Spender in Frage komme. Aber wenn ja: dann kann ich ein Leben retten. Und wenn nicht, kann ich mich auch freuen – weil der Mensch, zu dem meine Gewebemerkmale passen, gesund ist.“

Auch die 18-jährige Amke Meppen engagiert sich, spendet auch regelmäßig Blut. „Ich finde es einfach gut und wichtig, anderen Menschen in Not zu helfen“, sagt Amke. „Und das ist ja auch so einfach. Das könnten noch viel mehr Menschen tun.“

Wie sie reagieren wird, wenn sie tatsächlich als Spenderin in Frage kommt, das weiß Amke Meppen jetzt noch nicht. „Das kann ja ganz plötzlich kommen. Aber wenn ich ein Leben retten kann, werde ich vermutlich überwältigt sein.“

Das war auch Dennis Fischer, der vor zehn Jahren übrigens auch Schüler der BBS Jever war. Er hat sich vor einigen Jahren registrieren lassen, hatte durch Zufall im Internet darüber gelesen. Schon zwei Jahre später bekam er dann die Info, dass er als Spender helfen könnte. Ganz vorhersehbar ist das nicht, denn: die Gebebemerkmale müssen nahezu identisch sein. Nach Erfahrung der DKMS kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende.

Zunächst gab es für Dennis Fischer noch einige Voruntersuchungen. „Dann kommt der letzte Zeitpunkt, an dem Ihr noch entscheiden könnt, ob Ihr tatsächlich spendet. Es wird Euch keiner den Kopf abreißen, wenn es Euch doch zu unheimlich wird“, sprach er zu den Schülern. „Aber für Euch ist es im Vergleich nur ein kleiner Aufwand – damit kann man aber ein Menschenleben retten.“

Ein kleiner Aufwand, weil in ca. 80 Prozent der Fälle die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen werden und kein großer Eingriff nötig ist. In nur 20 Prozent der Fälle ist eine Operation notwendig. Nämlich dann, wenn dem Spender Knochenmark entnommen wird. „Ich war so ein seltener Fall, der operiert werden musste, aber ich kann Euch die Angst nehmen: das ist überhaupt nicht schlimm.“

Unmittelbar nach der Spende bleiben Spender und Empfänger zunächst anonym – nach einiger Zeit besteht aber die Möglichkeit, sich kennenzulernen. „Im Juni bekam ich einen Brief von dem Jungen, für den ich gespendet hatte. Er bedankte sich, dass ich ihm sein Leben gerettet habe – an diesem Samstag werden wir uns treffen“, erzählt Dennis Fischer.

Fragen und Antworten zur Knochenmarkspenderdatei

Wie funktioniert die Registrierung

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Mit Wattestäbchen wird ein Abstrich von der Wangenschleimhaut gemacht. Die Probe sowie persönliche Abgaben (die anonym bleiben) werden zur DKMS geschickt und aufgenommen.

Wer darf Spender werden

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Grundsätzlich kann jeder zwischen 17 und 55 Jahren registriert werden. Gespendet werden darf erst ab dem 18. Lebensjahr.

Was passiert nach der Registrierung

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Nach Erfahrungen der DKMS kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Spende. Wenn tatsächlich Gewebemerkmale passen sollten, dann werden ein Gesundheitscheck sowie eine erneute Bestätigungstypisierung vorgenommen.

Wie läuft die Stammzellenspende ab

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Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: bei der Peripheren Stammzellspende (ca. 80 Prozent der Fälle) werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Der Spender bekommt über fünf Tage ein Medikament, das die Anzahl der Stammzellen steigert – und schließlich aus dem Blut entnommen wird. Bei einer Knochenmarkspende wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenkamm Knochenmark (nicht Rückenmark) entnommen. Dabei genügen in der Regel zwei kleine Einschnitte im Bereich des hinteren Beckenknochens. Die Wunden sind so klein, dass sie nur mit wenigen Stichen oder oft überhaupt nicht genäht werden müssen – und schnell wieder verheilen.

Darf der Spender den Patienten kennenlernen

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Frühestens drei Monaten nach der Stammzellspende kann der Gesundheitszustand des Patienten genannt werden. Kommt der Patient aus Deutschland, dürfen sich Spender und Patient erst zwei Jahre nach der Spende persönlich kennenlernen. In der Zwischenzeit können Spender bereits anonym Kontakt zum Patienten aufnehmen: Über die DKMS können Briefe oder Geschenke ausgetauscht werden. Bei Spenden ins oder aus dem Ausland gelten häufig andere Regelungen: Manche Länder haben ähnliche Regelungen wie Deutschland, andere lassen gar keinen Kontakt zu.


     www.youtube.com/nwzplay 
Video

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Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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