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NWZonline.de Region Friesland Bildung

„Ordnung ins Chaos rund ums Gymnasium bringen“

24.02.2018

Jever An Unterrichtstagen quälen sich die Autos über den schmalen P.-W.-Janssen-Weg, der zum Hintereingang des Mariengymnasiums in Jever führt. Kolonnen von Fahrzeugen fahren hinein, halten, wenden und fahren wieder hinaus. Eltern, die ihre Kinder fast bis ins Klassenzimmer chauffieren, Lehrer und Oberstufen-Schüler auf Parkplatzsuche sitzen am Steuer. Dazwischen fahren Schüler auf ihren Rädern auf dem Weg ins Gymnasium. So geht das schon seit Jahren.

Täglich entstehen chaotische Situationen und häufig können Beinahe-Unfälle nur knapp verhindert werden. Nun haben sich Rat und Verwaltung im Rahmen des neuen Verkehrskonzepts mit dem Problem befasst und am Donnerstag im Ausschuss für Ordnung und Sicherheit bei einer Gegenstimme beschlossen, dass der P.-W.-Janssen-Weg künftig Einbahnstraße wird (die   berichtete).

Nach Ortsbegehungen, einer großen Anliegerversammlung, vielen Gesprächen mit Vertretern der Schule, der Polizei und der Feuerwehr sowie Beratungen in der Verwaltung und in den Fraktionen hofft man nun, dass mit dieser Lösung die Situation entschärft werden kann. „Das größte Problem sind die Eltern-Taxis“, sagte Ordnungsamtsleiter Jörg Schwarz. Hinzu kommen offensichtlich fehlende Parkplätze für Lehrer und Oberstufenschüler sowie der Anlieferungsverkehr.

Mit der neuen Verkehrsführung über P.-W.-Janssen-Weg, Terrasse und Mooshütter Weg soll auch die Einmündung Anton-Günther-Straße/P.-W.-Janssen-Weg entschärft werden. „Diese Ausfahrt ist besonders unübersichtlich und dort kreuzen auch die Fahrräder“, so Schwarz.

Ausfahrt unübersichtlich

Künftig darf dort nur noch hinein-, aber nicht mehr hinausgefahren werden. Die Terrasse hingegen sei insgesamt gut einsehbar. Deswegen dürfen Radfahrer die Terrasse bis zum Fahrradstand des Mariengymnasiums auch gegenläufig befahren.

„Wir hoffen, dass der längere Weg über P.-W.-Janssen-Weg, Terrasse und Mooshütter Weg die Eltern-Taxis vielleicht sogar abschreckt“, sagte Bürgermeister Jan Edo Albers.

Zudem wolle sich die Schule dafür einsetzen, dass der Hol- und Bringverkehr an den Pekol-Platz verlagert wird. „Von dort können die Schüler laufen“, meint Albers.

Jevers Fahrradbeauftragter Ingo Borgmann betonte ebenso wie Klaus-Rüdiger Harms vom Polizeikommissariat Jever, dass es sich bei der Straße nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt. In der Polizeistatistik der vergangenen zwei Jahre sind laut Harms zwei Parkrempler, die beim Rangieren verursacht wurden und zwei Unfälle – davon einer mit einem leicht verletzten Radfahrer – registriert worden.

„Wir können also einigermaßen entspannt darangehen und bringen mit dieser Lösung zumindest etwas Ordnung ins Chaos“, sagte Borgmann.

Schwer zu kontrollieren

Während sich die CDU mit der neuen Verkehrsführung anfreunden kann, würde Dieter Vahlenkamp (SPD) die Eltern-Taxis am liebsten ganz aus dem P.-W.-Janssen-Weg heraus haben: „Wir reden hier ja nicht von Grundschülern, sondern von mindestens elf- oder zwölfjährigen Kindern“, sagte er.

„Wenn die Eltern da aber nicht mehr reinfahren dürfen, dann lassen sie ihre Kinder vielleicht an der Bushaltestelle an der Anton-Günther-Straße oder an der Mühlenstraße raus – das wollen wir unbedingt vermeiden“, betonte Albers.

Und die Durchfahrt ganz zu sperren, um sie dann für Anwohner, Lehrer oder den Lieferverkehr wieder zu öffnen, scheitere vor allem an der langfristigen Kontrollierbarkeit, sagte Schwarz. „Da wäre Personal nötig oder es müssten flexible Barrieren errichtet werden – und das ist nur schwer umsetzbar“, meinte auch Klaus-Rüdiger Harms.

Die neue Verkehrsführung gilt nun für zwei Jahre und soll beobachtet werden. Dann soll erneut beraten werden.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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