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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Lernwerkstätten zeigen Wirkung bei Kindern

11.01.2019

Jever /Frankfurt Im August 2016 startete das Projekt: Die drei Grundschulen und fünf Kindergärten in Jever wurden seitdem mit ihren Lernwerkstätten zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung im Rahmen von BISS – „Bildung durch Sprache und Schrift“ des Bundes-Familienministeriums wissenschaftlich von Pädagoginnen der Uni Frankfurt begleitet.

Zurzeit läuft der dritte Durchgang mit Kindern im Brückenjahr – also den Kindern, die demnächst in die Grundschule wechseln. Ziel ist, den Kindern im letzen Kindergartenjahr zusätzlich zu den Angeboten im Brückenjahr den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern.

Dass die spezielle Sprachförderung bei den Kindern tatsächlich Wirkung zeigt, erläuterten am Mittwochabend Tanja Betz und Sandra Rezagholinia von der Uni Frankfurt den Erzieherinnen und Lehrerinnen. Drei Jahre lang hatten sie mit den Mädchen und Jungen, aber auch mit den Erzieherinnen und Lehrerinnen standardisierte Tests und Videoanalysen durchgeführt.

Verbesserung signifikant

Das Ergebnis: „Die Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten der Kinder ist signifikant“, sagte Tanja Betz. 77 Kinder, 34 Mädchen und 43 Jungen, aus allen fünf Kindergärten waren von den Pädagoginnen im Sprachförderprojekt begleitet worden. Auch den Erzieherinnen und Lehrerinnen – 34 insgesamt – bescheinigten sie einen „Anstieg des Wissens und Könnens“.

In den Lernwerkstätten erhalten die Kinder spielerischen Zugang zu Schrift und Sprache. Dazu gibt es Leuchttische und Schränke – die Schubladen sind mit Buchstaben bezeichnet –, etwa eine Schreibmaschine, Buchstaben-Stempel, Buchstaben in allen Formen, Größen, Farben und Varianten, Sand oder Knete, es gibt Hefte für Vokabeln und Geschichten.

Grundschulen und Kindergärten verwenden alle gleiche Symbole und Rituale – dadurch erkennen die Kinder einiges wieder, wenn sie in die Schule kommen.

Bei der Arbeit in den Lernwerkstätten werden die Kinder intensiv beobachtet. „Ziel ist, dass Kinder sich selbst in komplexen Sätzen äußern“, sagte Sandra Rezagholinia. Und das – so zeigt die Auswertung – geschehe auch.

Herausforderungen

Als Herausforderung bei „BISS“ habe sich erwiesen, dass Kindergärten und Grundschulen sehr unterschiedlich arbeiten. Das sei auch durch gemeinsame Fortbildungen kaum anzugleichen. Hinzu komme, dass es ein Anspruchsgefälle gibt: „Die Schule erwartet von den Kitas, dass sie Kindern bestimmte Dinge beibringen, aber der Grundschule nicht vorgreifen“, so Tanja Betz. Das haben Befragungen von Teilnehmerinnen am Projekt in Kitas und Grundschulen in Bayern und Berlin gezeigt. In Jever, so einhellige Ansicht der Erzieherinnen und Lehrerinnen, werde auf Augenhöhe zusammengearbeitet.

Das Projekt „Bildung durch Sprache und Schrift“ – BISS

Zum Projekt „Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)“ haben sich bundesweit mehr als 400 Schulen und mehr als 200 Kindergärten sowie 180 Partner wie Universitäten, Stiftungen und Vereine zu 103 Praxisverbünden zusammengeschlossen.

Grundschule und Kindergarten Cleverns bilden mit Paul-Sillus-Schule, Grundschule am Harlinger Weg sowie den Kindergärten Ammerländer Weg, Lindenallee, Klein Grashaus, Moorwarfen und Hammerschmidtstraße einen von neun Verbünden in Niedersachsen.

Verbundkoordinatorinnen sind Petra Blank von der Kita Ammerländer Weg und Meike Roder, Paul-Sillus-Schule.

Der jeversche Verbund war der einzige in Niedersachsen, der sich um das Modul „Übergang vom Elementarbereich zum Primarbereich“ beworben hatte. In allen Kindergärten und Grundschulen wurde nach einheitlicher Didaktik, Methodik und Materialausstattung die sprachliche Entwicklung der Kinder begleitet.

Mehr Infos unter www.biss-sprachbildung.de

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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