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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Ferien auf den Plastikinseln

01.08.2019

Jever Wie kann die Entstehung von Plastikmüll im Alltag verringert werden? Welche Alternativen gibt es für Produkte oder Verpackungen aus Plastik? Und wie kann ich mich und mein Umfeld für das Thema sensibilisieren?

Die Ergebnisse . . .

in Form einer kleinen Ausstellung mit Stellwänden zum Thema „Plastikmüll“ und Theateraufführung gibt es am Freitag, 2. August, ab 10 Uhr auf dem Kirchplatz Jever.

Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema „Ferien auf den Ostfriesischen Plastikinseln“ spüren derzeit gut 25 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 15 Jahren bei der ersten „Xperimenta“ im Jugendhaus Jever nach.

Das Ferienangebot ist der Nachfolger des „Talentcampus“, der in dieser Form nicht mehr existiert. Die „Xperimenta“ wird gefördert aus „Künste öffnen Welten“, einem Förderprogramm für mehr Bildungsgerechtigkeit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). Es ist Teil des Bundesprogramms „Kultur macht stark“. Als Kooperationspartner konnte das Jugendhaus Jever den Stadtjugendring, den Verein Movement und das Regionale Umweltzentrum in Schortens (RUZ) gewinnen. Ebenfalls dabei sind Jugendpfleger Detlef Berger, Kinderkultur-Koordinatorin Ina Berger und Umweltpädagogin Insa Pohlenga.

Die Kinder und Jugendlichen beschäftigen sich in drei Gruppen mit Plastikmüll und seiner Vermeidung. „Eine Gruppe befasst sich mit Alternativen zum Plastik“, sagt Teamerin Evke. Sie ist eine von sieben so genannten Young-Teamern, also Jugendliche, die je zu zweit eine der Gruppen leiten.

Die meisten Young-Teamer waren in den vergangenen fünf Jahren schon beim „Talentcampus“ dabei – jetzt sollen sie für die drei Gruppen bei der „Xperimenta“ Verantwortung übernehmen. „Für uns bedeutet das Doppelpädagogik: wir leiten die Young-Teamer an und geben Input, betreuen aber gleichzeitig auch die Kinder und Jugendlichen in den Gruppen“, sagt Detlef Berger.

So gesehen ist die „Xperimenta“ auch ein Experiment, denn erstmals leiten Jugendliche die Gruppen nahezu in Eigenregie. „Wir haben zum Beispiel überlegt, welche Alternativen es zum Plastik gibt. Etwa Zahnbürsten aus Bambus statt der Plastikzahnbürste“, sagt Evke. „Und zum Picknick kann Geschirr und Besteck mitgenommen werden, statt auf Einwegartikel aus Plastik zu setzen“, sagt Insa Pohlenga. Dabei gehe es nicht darum, jemanden in seiner Handlungsweise zu bevormunden, sondern nur darum, dass Alternativen zum Plastik sichtbar werden. Das will die Gruppe am Freitag (siehe Infobox) auch auf Stellwänden deutlich machen.

Außerdem wurde schon fleißig gebastelt: kleine Körbe aus altem Zeitungspapier, eine Fußmatte aus Kronkorken, und aus ausrangierten Autoreifen sollen Tische gebaut werden. „Die Idee gefällt mir am besten“, sagt Evke.

Die Theatergruppe befand sich am Donnerstagnachmittag noch in der Findungsphase. „Es wird aber um Plastikmüll gehen“, sagt Evke.

Die dritte Gruppe beschäftigt sich übrigens mit der Dokumentation, hält alles in Bewegtbild und Ton fest, führt Interviews und protokolliert den Werdegang der „Xperimenta“.

Zur Annäherung an das Thema haben die Kinder- und Jugendlichen auch einer Kläranlage einen Besuch abgestattet und waren am Südstrand in Wilhelmshaven. „Wahnsinn, wie viel Müll sich in einer Kläranlage ansammelt und Mikroplastik kann dort nicht aus dem Wasser gefiltert werden“, sagt Evke. Am Südstrand hat die Gruppe vor allem „Partymüll“ gefunden – leere Dosen und Flaschen, Taschen- und Feuchttücher und Plastik-Einweggeschirr.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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