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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Bäume als Zeichen gegen Klimawandel

16.03.2019

Jever 12 Uhr, Alter Markt, Jever. Das Wetter: Regen und Sturm. Während die meisten jetzt in ihre Häuser und Autos eilen oder zumindest einen Unterstand suchen, läuft eine Gruppe gerade los: Sie holen ihre Schilder hervor und machen auf sich aufmerksam.

Die Gruppe besteht überwiegend aus Schülerinnen und Schülern, aber auch einige Erwachsene sind dabei. Ihr Ziel: Sich für die Umwelt einsetzen. Sie sind auf der Straße, um für einen schnelleren europaweiten Kohleausstieg, den Schutz von Natur und Klima zu demonstrieren und gegen die Verschmutzung der Meere zu protestieren.

Trotz schlechten Wetters

Trotz des Regens haben sich am Freitag wieder gut 50 Demonstranten zur Aktion „Fridays for Future“ in Jever versammelt. Anfang Februar begann die Aktion in Jever mit nur drei Schülern – inzwischen sind es weitaus mehr. Vorbild der Bewegung ist die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden.

Wie die Menschen reagieren, wenn sie die Protestaktion sehen? „50/50“, sagt Jannes Wiesner vom Jugendparlament Friesland. Während die einen die Aktion unterstützen, sehen die anderen sie eher kritisch, meinen, dass die Schüler nur eine Ausrede suchen, um schwänzen zu können. „Aber vielleicht holen wir die 50 Prozent ja noch auf unsere Seite“, meint Jannes.

Dass diese Aktion rein gar nichts mit Schule schwänzen zu tun hat, betonte auch Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers. Mit dem traf sich die Gruppe im Normannenviertel zu einer weiteren Aktion: Die Jugendlichen haben im Neubaugebiet sechs Bäume gepflanzt, insgesamt sollen hier 120 Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Das Jugendparlament übernimmt für die ganze Fläche die Patenschaf.

„Wenn Ihr die Schule schwänzen wolltet, dann würden Euch bei dem Wetter bestimmt auch bessere Dinge einfallen als hier draußen zu protestieren“, sagte Albers. Vor allem, wenn ältere Menschen sich negativ äußern, müsse er oft schmunzeln: „Ich denke da an die 68er-Bewegung – auch damals wollte man Zeichen setzen. Das ist jetzt nicht anders.“

Klimaschutz für Profis?

Er weiß, wie Kritiker reden. So würde man im Internet zum Beispiel Sätze lesen wie: ,Klimaschutz ist etwas für Profis.‘ „Wenn dem so wäre, dann könnten wir aber einpacken“, sagte Albers. „Denn was haben die bisher erreicht?“

Nein: Alle gemeinsam müssten die Sache in die Hand nehmen, so Albers. „Jeder kann und sollte seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ Und deshalb lobte er die Aktion der Gruppe. „Macht weiter so!“

Auch Jannes Wiesner lobte alle, die zur Aktion gekommen waren. „Bei dem Wetter ist das keine Selbstverständlichkeit.“ In den vergangenen 30 Jahren sei in Sachen Umwelt einiges schief gelaufen, was nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. „Deshalb wollen wir jetzt etwas schaffen, das auch dauerhaft ist. Wir wollen Zeichen setzen – am besten über Jever und Friesland hinaus.“

Dass sich für ihre Umwelt und ihre eigene Zukunft auch schon die Allerkleinsten einsetzen, zeigten der siebenjährige Pepe und die fünfjährige Lotte, die ebenfalls bei der Aktion dabei waren. „Es war ihre Idee, und das unterstützen wir dann auch“, sagte der Papa. „Klasse, dass all die jungen Menschen selbst aktiv werden.“

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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