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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Friedrich-Schlosser-Schule: Bis zu den Ferien sollen alle zurück sein

10.06.2020

Jever Es sei schon kompliziert, in Corona-Zeiten den Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Schlosser-Schule die Corona-Vorschriften zu erklären: Warum sollte man sich vor etwas schützen, was man nicht sehen kann? Damit die Förderschule weiterläuft, hat Schulleiter Hans-Dieter Broek hat mit Eltern- und Schülervertretung eine Steuerungsgruppe „Hygienekonzept“ gebildet.

Seit Wiedereröffnung der Förderschule am 27. April dürfen gemäß Landesverordnung die Abschlussklassen im Bereich „Lernen“ in Kleingruppen wieder kommen. Die Klassen des Bereichs „Geistige Entwicklung“ werden „nach dem Prinzip von Groß nach Klein berücksichtigt“, erklärt Broek.

Große Herausforderung

Die Corona-Situation stellt Lehrer und Kinder vor besondere Herausforderungen – insbesondere die Mädchen und Jungen, die geistig und körperlich beeinträchtigt sind, sagt Lehrer Johannes Krumnow, Leiter der Steuerungsgruppe: „Normalerweise vermitteln wir den Kindern durch alle Sinne Erfahrungen – durch Riechen, Sehen, Fühlen, Schmecken – aber das geht natürlich nicht mit meterweise Abstand.“

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Weil die Kantine in Corona-Zeiten geschlossen bleiben muss und es kein Mittagessen gibt, fällt der Nachmittagsunterricht aus. Der Unterricht dauert nun nur sechs Stunden. Schulleiter Broek wünscht sich dringend „normalen Unterricht nach den Sommerferien“ – natürlich unter Corona-Regeln: Kleinere Klassen mit wechselweisem Unterricht in der Schule und zu Hause. Zum Problem würde dann nur der Platz in der Schule – der ist bald ausgeschöpft, aber: „Wir müssen uns ständig anpassen – das schaffen wir auch noch.“

Schrittweise kehren nun alle Schülerinnen und Schüler, die mit den Corona-Regeln zurechtkommen, in die Schlosser-Schule zurück. Sie sollen dann den nachrückenden Kindern die Regeln beibringen. Krumnow plant zusammen mit dem Kollegium „viele Übungen und ein bebildertes Lernmodell – ein so genanntes Metacom. Dabei werden auf Bildtafeln comicartig die einzelnen Schritte beim Händewaschen und -desinfizieren und das Tragen der Maske gezeigt.

Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien wieder zum Unterricht in der Schule sind. Jedes Kind erhält zwei Schulmasken – nur zur Nutzung während der Schulzeit.

Erweiterte Betreuung

Die Abschlussprüfungen seien bisher „gut über die Bühne gegangen“, heißt es von der Oberstufenleitung. Auf Abschlussfeiern und -fahrten muss dieses Jahr aber corona-geschuldet verzichtet werden. Die Schulleitung überlegt noch, wie die Abschlusszeugnisse auf nette Art und Weise zu übergeben sind.

Zurzeit sind noch Kinder aus der Notfallbetreuung in der Schule – ausdrücklich dürfen auch Kinder von Eltern, die wieder außer Haus arbeiten, die Förderschule besuchen, betont Schulleiter Hans-Dieter Broek. „Darüber sind sich nicht alle Eltern im Klaren.“ Er will den Eltern zu Hause den Druck nehmen.

Broek und sein Kollegium freuen sich, dass die Eltern bisher im Corona-Shutdown sehr verständnisvoll reagiert haben. „Ich hatte mehr kritische Stimmen seitens der Eltern erwartet, aber sie haben sich sehr gut in die Situation eingefunden.“

Kontakt per Videokonferenz und durch Hausbesuche

Kritik gibt es unter der Elternschaft der Friedrich-Schlosser-Schule am Schulbusbetrieb: Laut Elternvertreterin Pamela Kunze füllen die Taxiunternehmen ihre Wagen mittlerweile wieder bis zum letzten Platz; auf Abstandsregeln und Maskenpflicht werde nicht geachtet. „In Einzelfällen sitzen in den Taxen fünf bis sechs Kinder – das ist für mich unverständlich“, sagt sie. Wie berichtet, verweist der Landkreis Friesland als Träger der Schultaxen darauf, dass gemäß Corona-Verordnung des Landes der Mindestabstand im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) „soweit möglich“ einzuhalten ist. „Die Unterschreitung des Mindestabstands ist ausnahmsweise zulässig“, so der Landkreis. Zusätzliche Schultaxen fahren zu lassen, sei nicht möglich.

Anna-Maria Janssen, Unterstufenleiterin im Schulzweig „Geistige Entwicklung“, erklärt, was die Kinder in der Schließphase leisten mussten: „Wir verschicken regelmäßig Päckchen mit Hausaufgaben in Deutsch, Mathe, aber auch mit lebenspraktischen Aufgaben wie Spülmaschine ausräumen oder Kuchen backen, Bastelanleitungen und dem Rezept der Woche.“

Kontrolliert wurden diese Hausaufgaben von den Eltern und bei den älteren Kindern per Videokonferenz. Die Anleitungen sind auch hier illustriert mit Symbolen, Janssen nennt es „erweitertes Lesen“. Sie und ihre Kollegen besuchen ihre Schülerinnen und Schüler auch persönlich – natürlich auf Abstand, was herzlich angenommen wird.

Die Eltern mussten laut Kunze „aufklären, ohne Angst zu machen“. Von der Schule wurden Notfallnummern ausgegeben. „Wichtig ist, viel mit Kindern zu reden, sie nicht allein zu lassen und den Kontakt zu Gleichaltrigen nicht zu verlieren.“

Chihuahua Schombel Agentur Hanz / Redaktion Jever
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