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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Nachfrage Nach Kinderbetreuung Soll Sinken: Und plötzlich reichen die Plätze in Jever

27.11.2019

Jever 116 Betreuungsplätze an der Hammerschmidtstraße, 33 in der Krippe Schützenhofstraße und weitere 80 am Schurfenser Weg: Die Stadt Jever hat innerhalb von knapp drei Jahren ihr Angebot an Krippen und Kindergärten massiv erhöht.

Es ist nicht leicht für die Städte und Gemeinden: Kinder haben ein Recht auf einen Kita-Platz, das neue niedersächsische Schulgesetz erlaubt, Kinder später einzuschulen, und die Beitragsfreiheit in den Kindergärten Kita lässt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen zusätzlich steigen.

Freie Plätze sind in den Kindergärten Jevers – sowohl in den städtischen als auch in denen des Diakonischen Werks – dennoch rar. Die Stadt kommt im laufenden Kindergartenjahr gerade so durch das sprichwörtliche Nadelöhr. So konnten fürs neue Kindergartenjahr ab 1. August oftmals nicht die Elternwünsche auf Aufnahme in eine bestimmte Kindertagesstätte erfüllt werden: Teilweise mussten Kinder aus Cleverns und Moorwarfen auf Kindergärten im Zentrum verteilt werden.

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Bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte am Schurfenser Weg zum 1. Februar 2020 hat die Stadt mit der Beibehaltung des Containers am Kindergarten Klein Grashaus und der vorübergehenden Übernahme des Sonnenkäferhauses Übergangslösungen geschaffen. Damit konnten bis zum Sommer aktuelle Betreuungswünsche und Bedarfe weitgehend erfüllt werden.

Um den Überblick über den Bedarf an Betreuungsplätzen für Krippenkinder (1 bis 3 Jahre) und Kindergartenkinder (3 bis 6 Jahre) zu behalten, lässt die Stadt Jever seit 2014 einen Kita-Monitor erstellen. Weil der Großteil der jeverschen Kindergärten und Krippen in Trägerschaft des Diakonischen Werks läuft, hatten Stadt und Diakonie die gemeinsame „Fachstelle Kinderbetreuung“ mit Andree Heeren (Stadt) und Wolfgang Steinborn (Diakonie) gegründet.

Die beiden prognostizieren in ihrem aktuellen Kita-Monitor eine Entspannung bei den Krippenplätzen in den kommenden Jahren – und sogar ein Überangebot ab 2020/21: Dann soll es zehn Krippenplätze mehr geben als angemeldete Krippenkinder. Und auch bei den Kindergartenplätzen sehen die beiden ein plötzliches und deutliches Überangebot: Ab 2022/23 sollen in Jever gar 50 der 408 Betreuungsplätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren freibleiben.

Basis dieser Prognose ist der Wegfall der privaten Kindertagesstätte „Sonnenkäferhaus“: Wie berichtet, hatte Anika Gräßner-Weber im Juli ihr Sonnenkäferhaus geschlossen. Sie hatte Eltern eine maximal flexible Betreuung ihrer Kinder möglich gemacht. Steinborn geht nun davon aus, dass das die Anmeldequoten in den öffentlichen Kindergärten und Krippen senkt. „Da das flexible Betreuungsangebot Sonnenkäferhaus wegfällt, wird die Nachfrage voraussichtlich zurückgehen“, sagte er jetzt bei der Vorstellung des Kita-Monitors im jeverschen Fachausschuss.

Allerdings: Es handelt sich um eine Prognose. Da sich die Nachfrage auch genau andersherum entwickeln könnte, soll der Kita-Monitor ab sofort in kürzeren Abständen vorgelegt werden.

Laut Kita-Monitor wird es ab 2020/21 ausreichend Plätze in den jeverschen Kinderkrippen geben. dpa-BILD: Julian Stratenschulte
Laut Kita-Monitor wird es ab 2020/21 ausreichend Plätze in den jeverschen Kinderkrippen geben. BILD: Julian Stratenschulte

Prognostizierte Anmeldezahlen

Die Stadt Jever hat aktuell 135 Betreuungsplätze für Kleinkinder in den Krippen Moorwarfen, Schützenhofstraße, Lindenallee, Hammerschmidtstraße, Klein Grashaus, Ammerländer Weg und demnächst Schurfenser Weg.

Kindergartenplätze gibt es 408 – in den Kindergärten Moorwarfen, Cleverns, Lindenallee, Hammerschmidtstraße, Waldkindergarten, Klein Grashaus, Ammerländer Weg und demnächst Schurfenser Weg.

Laut Prognose der Fachstelle Kinderbetreuung von Stadt Jever und Diakonischem Werk sind zum Kindergartenjahr 2020/21 insgesamt 248 Kleinkinder (1 bis 3 Jahre) in Jever zu erwarten und 421 Kindergartenkinder (3 bis 6 Jahre). Für 2021/22 erwartet der Kita-Monitor rund 426 Klein- und 366 Kindergartenkinder.

Da nicht alle Kleinkinder zur Krippe angemeldet werden, legt der Kita-Monitor eine Anmeldequote zugrunde – und zwar für den Jahrgang 2018 mit 121 Kindern 60 Prozent, für den Jahrgang 2019 mit 80 Kindern 50 Prozent und für den Jahrgang 2020 mit prognostizierten 47 Kindern 25 Prozent. Von den 248 Kindern der drei Jahrgänge werden laut Prognose 125 Kinder im kommenden Jahr einen Krippenplatz brauchen. Und damit – glaubt die Fachstelle – hat die Stadt Jever mit ihren 135 Krippenplätzen ein ausreichendes Betreuungsangebot.

Bei den 408 Kindergartenplätzen in den jeverschen Kindergärten wird es laut Prognose dagegen auch in den kommenden Jahren knapp: 2020/21 sind 409 Anmeldungen prognostiziert, 2021/22 sogar 414; für 2022/23 sieht der Monitor dann einen rapiden Bruch mit nur noch 358 Anmeldungen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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