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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Jungen und Mädchen sind dem Frühling auf der Spur

19.04.2013

Bockhorn /Zetel „Ich habe sechs Beine, kann sehr gut sehen, lebe in einem Staat mit einer Königin – und mein Chef beruhigt uns mit Pfeifenrauch“: Im Chor antworten die Kinder: „Das ist eine Biene“. Imke Reiners, Försterin und Waldpädagogin, zog jetzt mit den Vorschulkindern aus dem evangelischen Kindergarten Bockhorn durchs Revier beim Naturkundehaus in Zetel. Mit den Fragespielen begann die Exkursion, die direkt in die Praxis führte.

Da steht der kleine Ilex am Weg, die zarten, jungen Blätter sorgfältig abgeknabbert. „Das waren Rehe“, sagt Imke Reiners. Sie selbst ist auch Jägerin und erklärt den Kindern auf leicht verständliche Weise, warum Rehe zur Strecke gebracht werden. Eben, um die Waldpflanzen und damit das ganze Natursystem zu schützen: „Rehe haben hier keine natürlichen Feinde mehr – noch nicht“, fügt sie hinzu, immerhin ist der Luchs im Harz aktiv und Wölfe breiten sich aus: „Also tut der Jäger so, als sei er der Wolf.“ In den Augen der Jungen und Mädchen ist Verständnis zu lesen.

Yvonne Scheffel-Schulz begleitet die Försterin, sie ist von der Art, wie Imke Reiners mit den Kindern umgeht, begeistert. Also will sie für die Landesjägerschaft Niedersachsen auch Waldpädagogin werden: „Ich bin damit aufgewachsen als Tochter eines Jägers und Försters. Im Wald sind meine Wurzeln, er liegt mir Herzen. Was ich von meinem Vater gehört habe, möchte ich den Kindern zurückgegeben.“

Der Kindergarten hat die Jungen und Mädchen für den Waldspaziergang vorbereitet, wie Margret Fassio berichtet. Jedes Kind hatte zuvor ein Baumbuch aus Holz angelegt, gespendet von BZN Logemann in Bockhorn, mit Einbänden aus Pappelholz. Darin vereinigt Blätter, Früchte, Rinde, selbst gesägte Baumscheiben zur sinnhaften Erfassung der Baumeigenheiten.

Im Wald sind die Kinder dabei, mit Becherlupen dem Frühling auf die Spur zu kommen. Sorgfältig werden die ersten Knospen der Bäume untersucht. Zwischendurch wieder ein Fragespiel: „Ich bin im Sommer rotbraun, im Winter graubraun, ein Meister im Verstecken. Ich esse Blätter und Triebe und trinke fast nichts. Mein Kind hat anfangs weiße Flecken und riecht nach nichts. Mein Hinterteil heißt Spiegel – und ich bin nicht die Braut vom Hirsch.“

Imke Reiners ist unter Telefon 04458/ 94 87 19 (grellreiners@web.de) zu erreichen.

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