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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Kinder auch an Platt interessiert

25.04.2013

Zetel Die beiden Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises sind zwei umtriebige Friesländer, wenn es darum geht, die Sprache wieder aufleben zu lassen. Das lässt sich aus dem Bericht herauslesen, den Wolfgang Busch und Georg Schwitters im Kulturausschuss des Landkreises in Zetel vorgelegt haben. Dort gab auch Stefan Meyer von der Oldenburgischen Landschaft Einblicke in die Plattdeutsch-Welt.

„Wir erfahren überall positive Resonanz“, bilanzierte Schwitters das vergangene Jahr. „Wir sind bei den Kindern und den Senioren“, machte er die Spannbreite deutlich. So unterrichtet Busch in der Grundschule Hafenstraße in Varel Jungen und Mädchen in einer Plattdeutsch-AG. Seiner Aussage zufolge seien kleine Kinder leicht für Plattdeutsch zu begeistern. „Wir haben über 30 Mitstreiter gewonnen, die in Grundschulen solche AGs leiten“, berichtete Schwitters. Der Kreisschulelternrat unterstütze die Bemühungen der Plattdeutsch-Beauftragten.

Auch in diesem und im nächsten Jahr stünden die Schulen im Fokus von Schwitters und Busch; denn der Erlass „Die Region und ihre Sprachen im Unterricht“ werde in den Schulen noch zu wenig umgesetzt. Dabei gebe der Erlass den Schulen mehr Spielraum.

Aber auch bei Senioren komme die Sprache nach wie vor gut an, so Busch. Beim plattdeutschen Gemeindefrühstück in der „Arche“ in Büppel stelle er immer wieder fest, dass bei Senioren mit einfachen plattdeutschen Sätze viele Erinnerungen von früher wach würden.

Die Kreisverwaltung legte das Ergebnis einer Umfrage von 2011 in öffentlichen Behörden in Friesland vor. Nicht verwunderlich ist, dass die Plattdeutsch-Kenntnisse unter den älteren Beschäftigten besser sind als bei den jüngeren. 52 Prozent der Umfrageteilnehmer möchten gerne Plattdeutsch sprechen lernen. 23 Prozent können gut Platt sprechen, 12 Prozent gar nicht.

„Platt ist cool“ lautet eine Aktion der Oldenburgischen Landschaft unter jungen Leuten, wie Stefan Meyer erläuterte. Plattdeutsch eigne sich als aussagekräftige und moderne Sprache, um Situationen und Ereignisse in einer Ausdruckskraft zu kommentieren, wie es im Hochdeutschen oft nicht möglich sei.

Ein weiteres Projekt waren die Tournee der plattdeutschen Hip-Hop-Band „De Fofftig Penns“ durch die niedersächsischen Schulen und der „Plattsounds – Bandcontest“. Hip-Hop sei eine gute Möglichkeit, junge Leute, die in einer anderen Lebenswelt unterwegs seien als Erwachsene, mit Plattdeutsch in Berührung zu bringen. Die Band „De Fofftig Penns“ sei sogar vom Goethe-Institut nach Japan eingeladen worden. Meyer: „Regionale Kultur ist auch im Ausland wichtig, um zu wissen, aus welchem Stall man kommt.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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