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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Neue Kombiklassen sorgen für Wirbel

08.07.2011

HORUMERSIEL Rund 30 Eltern und Angehörige der Grundschulkinder aus Horumersiel nutzten die Einwohnerfragestunde in der Sitzung des Ausschusses für Schulen, Jugend, Kultur und Soziales am Donnerstagabend, um sich über die Zukunft der Schule zu informieren und ihren Sorgen Ausdruck zu verleihen.

Das Problem an der Grundschule Horumersiel ist, wie im gesamten Wangerland, dass die Schülerzahlen drastisch sinken. In Horumersiel werden zur Zeit 43 Schüler in vier Jahrgängen unterrichtet. Laut Schulverordnung des Landes Niedersachsen sind das zu wenige für vier Klassen. Deshalb sollen die Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie 3 und 4 jeweils zu Kombi-Klassen zusammen gelegt werden (die NWZ  berichtete). Andernfalls droht bei weiter sinkenden Schülerzahlen die Schließung.

Akute Notlage

Bürgermeister Harald Hinrichs wies darauf hin, dass es bei der Umstrukturierung der Schule um die augenblickliche Situation gehe und nicht darum, was in mittel- oder langfristiger Zukunft sein wird. Eine Veränderung der Schuleinzugsgrenzen würde ebenfalls keine wirkliche Verbesserung der Schülerzahlen bringen, da das Ziel eine wohnortnahe Beschulung sei und Horumersiel schon über einen großen Einzugsbereich verfüge.

Schulleiterin Angelika Haak sagte, dass die Lösung pädagogisch nicht optimal sei, der Erlass bestehe aber und ließe sich nicht ändern. Sie hoffe auf ein gemeinsames Lernen aller Beteiligten und den Mut, diese Veränderung anzugehen. Die individuelle Förderung der einzelnen Kinder sei durch neue Lernmethoden gewährleistet. Frontalunterricht würde jetzt schon weniger vorkommen und wäre in neuen pädagogischen Konzepten kaum noch vorgesehen. Auch wies sie darauf hin, dass viele Kinder mit einem unterschiedlichen Lernniveau in die Schulen kämen. Es seien also auch in den bisherigen Klassen bereits Differenzen vorhanden.

Die Schule verfüge mit zukünftig vier Lehrkräften und zwei Klassen über genügend Personal. Regierungsschuldirektor Reinhard Witte ergänzte, dass die Lehrerstundenauslastung an der Grundschule Horumersiel im Schuljahr 2011/2012 mit 110 Prozent deutlich über dem Durchschnitt liege. Zudem habe die Schule bei einer Prüfung durch die Niedersächsische Schulinspektion im Jahr 2010 mit einem „guten und außergewöhnlichen Ergebnis“ abgeschlossen.

Eltern protestieren

Die Eltern hingegen befürchten einen Qualitätsverlust durch die Zusammenlegung der Klassen und verminderte Förderungsmöglichkeiten für den Einzelnen durch die höhere Schülerzahl. Auch das teilweise gemeinsame Unterrichten der Hauptfächer wie Mathe und Deutsch stieß auf wenig Gegenliebe. Besonders problematisch schätzten die Eltern die Zusammenlegung der dritten und der vierten Klasse ein. Sie befürchten ein Lern- und Förderungsdefizit bei den Viertklässlern, bei denen die Beurteilung für die weiterführenden Schulen ansteht.

Auch der Vater eines Kindes mit zusätzlichem Förderungsbedarf äußerte die Sorge, sein Kind könne in Zukunft nicht mehr genug Förderung erhalten.

Der Schule wurde zudem Unehrlichkeit vorgeworfen, da sie unterschiedliche Informationen hinsichtlich der Kombi-Klassen an die Eltern weitergegeben haben soll.

Ein anderer Vater forderte, auch an die Kinder zu denken und diese zu fragen, wie sie sich ihre Schule künftig vorstellen.

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