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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Oberschulen buhlen um Büppeler Kinder

12.05.2017

Varel „Gibt es ein Wahlrecht in der Schulbezirkssatzung?“ Mit dieser Frage hat Melanie Sudholz Frieslands Landrat Sven Ambrosy in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses kalt erwischt. „Das muss geklärt werden. Aber gäbe es sie, wäre die gesamte Satzung wohl obsolet“, antwortete er der CDU-Kreistagsabgeordneten aus Schortens.

Hintergrund der Diskussion war ein Antrag der Oberschule Obenstrohe auf eine Änderung der Schulbezirkssatzung. Demnach sollen künftig die Kinder der Grundschule Büppel beim Wechsel an die weiterführende Schule der Einrichtung am Riesweg und nicht der an der Arngaster Straße zugeordnet werden.

Im Klartext heißt das: Die Satzung schreibt vor, an welche Oberschule die Eltern ihre Kinder schicken müssen. Eine Wahlmöglichkeit ob Varel oder Obenstrohe besteht (wohl) nicht. Derzeit sind die Schüler der Grundschulen Obenstrohe und Langendamm der Oberschule Obenstrohe zugeordnet, die der Grundschulen Osterstraße, Schlossplatz und Hafenstraße in Varel sowie Büppel der Oberschule Arngaster Straße.

Zwar sei die Anmeldefrist noch nicht abgelaufen und endgültige Zahlen lägen noch nicht vor. Dennoch schlug der stellvertretende Leiter der Oberschule Obenstrohe, Daniel Buyken, am Mittwoch vor den Politikern und Mitgliedern der Kreisverwaltung Alarm: „Noch kann ich keine Zweizügigkeit zusagen“ – sprich es gibt ab Sommer nur eine 5. Klasse anstatt zwei.

„Wenn das gefährdet ist, müssen wir handeln“, sagte Axel Neugebauer (Zukunft Varel). Dem stimmte Sven Ambrosy zu. „Wenn wir die Notwendigkeit sehen, werden wir Obenstrohe unterstützen. Wir wollen die Schule qualitativ stärken, deshalb braucht sie so viele Schüler wie möglich.“ Gleichzeitig sagte er zu, dass der Kreis in Obenstrohe Geld „für ein bauliches Raumkonzept investieren“ wolle.

Doch wie so oft – des einen Freud ist des anderen Leid. „Wenn wir Büppel verlieren, sehen wir die Verhältnisse umgedreht“, sagte Andreas Michalke, Leiter der Oberschule Varel. Denn auch er vermeldete: „Wir sind derzeit nur knapp zweizügig.“

So oder so: Der Kampf um Grundschüler aus Büppel ist entbrannt. Denn viele Eltern schicken ihre Kinder auf das Gymnasium. Und dieses ächzt unter den Schülerzahlen und startet zum Sommer sogar siebenzügig.

Eine Änderung der Schulbezirke in Varel ist indes noch nicht vom Tisch. Der Antrag aus Obenstrohe werde in die Überlegungen über eine Änderung der Schulentwicklungsplanung mit aufgenommen, lautete das Ergebnis der Ausschuss-Diskussion. „Wir sollten die Wünsche der Büppeler Eltern – wenn es irgend geht – berücksichtigen“, betonte Gerhard Ratzel (FDP).

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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