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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Runder Tisch soll Lösung finden

10.06.2017

Waddewarden /Hooksiel Als am 3. August 2016 punkt 7.55 Uhr der Schulbus mit mehr als 20 Kindern aus Waddewarden, Westrum und Haddien wieder direkt an der Rückseite der Grundschule Hooksiel an der Haltestelle Pakenser Straße hielt, da gab es Applaus, strahlende Gesichter und bunte Luftballons. Die Eltern und Kinder, aber auch die damalige Schulelternratsvorsitzende Saskia Folkers freuten sich riesig. Denn rund eineinhalb Jahre lang hatte sie sich bemüht, hat viele Gespräche geführt – und war letztlich erfolgreich, den Schulweg nach Hooksiel für die Buskinder deutlich sicherer zu machen.

Zum Hintergrund

Bis zur Eröffnung des ZOB Hooksiel 2008 hatten die Schülerbusse die Grundschule angefahren. Danach hielten die Busse nur noch am Busbahnhof. Damit die Buskinder nicht unbegleitet zur Grundschule laufen mussten, hatte es eine von der Schule organisierte Begleitung gegeben.

Doch vor drei Jahren war die Begleitung eingestellt worden, weil die Betreuungspflicht des Kollegiums an der Schulgrenze endet und der Schulleiter keine Möglichkeit sah, jemanden abzustellen, der mit den Kindern morgens vom Bus zur Schule und mittags zurück geht.

Die Eltern fürchteten seitdem um die Sicherheit der Buskinder – so war im vergangenen Jahren nach mehreren Gesprächen die Bushaltestelle Pakenser Straße wieder in Betrieb genommen worden. Da sie direkt ans Schulgelände grenzt, war die Schule nun wieder aufsichtspflichtig.

Doch nun droht eine Rolle rückwärts: 28 Familien an Pakenser Straße und Am Südring in Hooksiel haben an die Gemeindeverwaltung geschrieben und nennen den Busverkehr vor der Grundschule „nicht haltbar“. Ulrich Hellkuhl hatte im Schulausschuss am Donnerstagabend den „Schwarzen Peter“ gezogen, wie er es ausdrückte, und erläuterte die Probleme, die die Anlieger sehen: Der Busverkehr habe zu Straßenschäden geführt, noch gebe es zwar keine Gebäudeschäden, aber Erschütterungen in den Häusern, wenn der Bus auf den schmalen Straßen vorbeirolle.

Parkende Autos

Regelrecht gefährlich werde es an der Bushaltestelle: Denn dort parken morgens viele Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen – und dadurch wird es eng und unübersichtlich. Gefährdet seien auch die Hooksieler Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen. Denn sie müssen auf der Straße gehen, weil es keine Gehwege gibt. „Die Entscheidung zur Reaktivierung der Bushaltestelle hat nur zu größeren Problemen geführt", lautet Hellkuhls Resümee.

Die Eltern der Buskinder sehen das etwas anders. Gut 40, hauptsächlich aus Waddewarden, waren ebenfalls zur Sitzung gekommen – mit Bushaltestellen-Schildern um den Hals gehängt und einem Plakat „Hände weg von der Bushaltestelle“.

„Wir können nachvollziehen, dass der Busverkehr Unbilden mit sich bringt“, sagte Renke Gerdes, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft: „Doch es geht um die Sicherheit unserer Kinder.“ Er und die anderen Waddewarder seien enttäuscht, dass die Gemeinde erwäge, die im vergangenen Jahr eingeführte Lösung rückgängig zu machen.

Laut Ordnungsamtsleiter Markus Gellert haben sich Verwaltungsmitarbeiter und Polizei die Situation angeschaut – und sehen durchaus ein Verkehrsproblem. Die Situation sei „heikel“, sagte auch Alice Brandenburg-Bienek (CDU).

Allerdings soll es zunächst erneute Gespräche aller Beteiligten über mögliche Lösungen geben – das hatte Renke Gerdes angeregt. „Bis dahin bleibt alles wie es ist“, kündigte Bürgermeister Björn Mühlena an.

Kindergarten-Gebühren

Ein weiteres Thema, das die Eltern im Wangerland beunruhigt, ist die Ankündigung der Gemeinde, die Kindergartengebühren „anzupassen“. Man habe viel investiert, doch die Gebühren seien lange nicht angefasst worden, sagte Markus Gellert. Er tat sich schwer damit, von einer Erhöhung zu sprechen – im Amtsdeutsch heißt das „Anpassung“.

Gellert stellte die Entwicklung der Finanzierungsanteile von 2012 bis 2016 dar. Ein Betreuungsplatz im Kindergarten kostet 6300 Euro im Jahr. Davon finanzieren die Eltern über ihre Beiträge zurzeit 14 Prozent, 2012 waren es 16 Prozent. Der Gemeindeanteil stieg von 48 auf 50 Prozent, der Rest wird über Zuschüsse von Land und Kreis finanziert.

„Unsere Gebühren müssten viel höher sein“, sagte Gellert: Laut Entschuldungsvertrag mit dem Land könnte der von Eltern finanzierte Anteil bei bis zu 34 Prozent liegen. Die Politik wird sich nun Gedanken über die neuen Gebühren machen – zum Kindergartenjahr 2018/19 sollen sie in Kraft treten. Der Bürgermeister kündigte an, die Erhöhung über mehrere Jahre strecken zu wollen.

Britta Keithahn, Vorsitzende des Kindergarten-Elternrats, bat darum, einbezogen zu werden: „Bitte berücksichtigen Sie, dass es im Wangerland viele nicht sehr finanzstarke Eltern gibt.“

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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