• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Bildung

Freiwillige vor: Schule sucht Bufdi

04.10.2019

Schortens Die Grundschule Sillenstede hofft auf Unterstützung und Entlastung bei vielen kleinen Aufgaben durch einen jungen Mann oder eine junge Frau, die im Bundesfreiwilligendienst ein Jahr lang an einer Grundschule arbeiten wollen. Die Politik in Schortens unterstützt das Ansinnen der Grundschule und will helfen. Doch so einfach ist das nicht, wie jetzt im Fachausschuss für Schule/Jugend deutlich wurde.

Denn erstens: Die Anzahl der Bundesfreiwilligendienstler, der „Bufdis“, ist längst nicht mehr so groß. Das Angebot an Leuten, die sich zum Beispiel nach dem Abitur für ein Jahr mit einer solchen freiwilligen und gering vergüteten Aufgabe über ihr Berufsziel klar werden können, ist ziemlich überschaubar.

Behörde hält sich raus

Zweitens: Die Landesschulbehörde hält sich heraus und will keine derartige Stelle schaffen. Die Behörde riet stattdessen der Stadt Schortens, das Problem selbst zu lösen. Doch das wiederum kann und will die Stadt nicht allein. Dann gäbe es für alle Schulen einen großen Verwaltungsaufwand, der im Rathaus nicht mehr zusätzlich zu leisten ist, so Verwaltungschefin Anja Müller.

Ein Bufdi könnte die Schule etwa bei der pädagogischen Arbeit in den Klassen unterstützen, die Schüler bei Ausflügen und Unterrichtsgängen begleiten; ein Bufdi könnte beim Mittagessen und in der Freizeitgestaltung der Ganztagsklassen mitarbeiten oder der Schule bei den Arbeitsgemeinschaften helfen.

Schon im Frühjahr hatte Sillenstedes Schulleiterin Claudia Bonkowske die Stadt um Einrichtung einer Bufdi-Stelle gebeten. Bei den Aufgaben, die die Schulleiterin in ihrer Begründung schilderte, handele es sich um Aufgaben, die nicht in den Verantwortungsbereich des Schulträgers – also der Stadt Schortens – fallen.

Stephan Heiden von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) unterstützt das Ansinnen der Schule zwar grundsätzlich, will das Land aber nicht aus der Verantwortung lassen. Der Satz „Aber es ist doch für unsere Kinder“ sei ein Totschlagargument. Natürlich soll die Schule Unterstützung erhalten, aber die Stadt als Schulträger sollte das Land an seine Verpflichtung erinnern.

Melanie Sudholz (CDU) erinnerte daran, dass die Schulen in den vergangenen Jahren nicht nur mit Blick auf den Förderbedarf so viele zusätzliche Aufgaben bekommen haben, dass man sich fragen müsse, wie die Schulen das Pensum überhaupt bewältigen können. Es türmten sich auch so kleine und alltägliche Dinge auf, um die sich die Lehrer kümmern müssen, dass das die eigentliche pädagogische Arbeit blockiert. Sudholz appellierte, nicht über Zuständigkeiten zu debattieren, sondern eine Lösung zu finden, wie man der Schule helfen kann.

Partner gesucht

Eine Lösung könnte ein Modell des Bundes sein: Das sähe so aus, dass die Stadt Schortens einen Kooperationspartner für das Bufdi-Projekt findet. Dann zahlt sie selbst nur 45 Euro im Monat für den Stelleninhaber oder die -inhaberin. Den Großteil der Kosten – ein monatliches Taschengeld von 300 Euro plus Arbeitgeberanteile von 4320 Euro – würde der Bund übernehmen.

Die Stadt will der Schule nun helfen, diesen Kooperationspartner zu finden.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965313
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.