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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Schüler forschen im Heimatarchiv Varel

08.05.2013

Varel Geschichtsunterricht einmal anders erlebten jetzt zwei neunte Klassen des Lothar-Meyer-Gymnasiums Varel. Geschichtslehrer Marco Christmann hatte mit den Klassen 9c und 9d Anschauungsmaterial zum Ersten Weltkrieg im Heimatmuseum am Neumarktplatz zum Bestandteil einer Unterrichtseinheit gemacht.

Die Schüler hatten sich auf die Spuren der Familie Schauder begeben, die in der Mühlenstraße wohnte. Elisabeth Schauder (1875 bis 1926) führte eine Art familiäres Tagebuch und sammelte Feldpostkarten von Quartiergästen. Diese Dokumente sollten den Schülern den Alltag und das Kriegserleben in jener Zeit erhellen. Nach einer Besichtigung des Hauses der Familie (das Haus steht an der Mühlenstraße) machten sich die Schüler auf zum Heimatmuseum, wo die Betreuer des Heimatarchivs, Klaus Büntemeyer und Peter Haukenfrers, ihnen die Dokumente zeigten.

„Der Krieg hat damals alle betroffen, und man konnte ihm nicht ausweichen. Natürlich hat er auch Spuren in der Familie Schauder aus Varel hinterlassen, da ihnen die Soldaten, die als Quartiergäste kurze Zeit bei ihnen gelebt haben, mit Sicherheit ans Herz gewachsen sind“, sagt Patrick Roslaniec, ein Neuntklässler, die Eindrücke seiner Beschäftigung mit Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg.

Dank der Varelerin Elisabeth Schauder, erläutert Geschichtslehrer Marco Christmann, können sich die Schüler der neunten Klassen einen Einblick in die Zeit des Ersten Weltkriegs und ihre Auswirkungen auf die Lebenswelt der Vareler Bevölkerung exemplarisch erarbeiten. Die Grundlage schufen Klaus Büntemeyer und Peter Haukenfrers vom Heimatverein sowie Geschichtslehrer Christmann, der die Postkarten in eine für Schüler lesbare Fassung übertrug.

„Gerade die Auseinandersetzung mit Feldpostkarten soll dabei unterstützen, die abstrakte Vorstellungswelt zu durchbrechen, um anhand überlieferter Erfahrungen der ehemaligen Quartiergäste der Familie Schauder die Schüler anzuregen, individuelles menschliches Leid und daraus resultierende Handlungen nachzuempfinden“, sagt Geschichtslehrer Christmann. Er sieht den Unterricht im Sinne einer demokratischen Friedenserziehung. Die Schüler zeigen sich durchaus beeindruckt und ziehen ihre Lehren aus dem Gelesenen und der Diskussion im Heimatarchiv. Tom Klusmann: „Krieg betrifft uns direkt und nicht weit weg. Es hat Auswirkungen auf mein und unser Leben. Freunde, Verwandte und Familie kann es betreffen. Auch hier bei uns in Varel, wie es die Feldpost zeigt. Glücklicherweise ist es vor unserer Anwesenheit geschehen und geschieht hoffentlich nie wieder.“ Die Mitarbeiter vom Heimatarchiv hatten 2011 eine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg zusammengetragen, die als Begleitausstellung zur Inszenierung „De Speeldöös“ der Niederdeutschen Bühne Varel zu sehen war.

Die Schau umfasste 140 Exponate, vom Aufmacher des „Gemeinnützigen“ vom 1. März 1916 zur Schlacht von Verdun über Feldpostbriefe von Vareler Soldaten bis hin zu Aufrufen zur Zeichnung von Kriegsanleihen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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