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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Demografie: Schüler schlagen Politikern Lösungen vor

17.03.2015

Varel Die Bevölkerung wird immer älter. Gerade ländliche Regionen mit schwieriger Struktur werden den demografischen Wandel in Zukunft spüren. Wie man diesem begegnet, damit beschäftigen sich in dieser Woche über 600 Schüler an fünf Schulen im Landkreis Friesland in einer Zukunftswerkstatt.

Friesland dient als Modell-Landkreis

Bundesweit wurde Friesland als einer von vier Landkreisen für das Forschungsprojekt „Jugend-Demografie-Dialog“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgesucht. Dazu gehören noch der Kyffhäuserkreis (Thüringen) sowie die Landkreise Vorpommern-Rügen und Lichtenfels in Franken.

Die Wissenschaftler der Universität Lüneburg diskutieren noch mit Schülern der IGS Schortens (Dienstag), der IGS Zetel (Mittwoch), des Lothar-Meyer-Gymnasiums (Donnerstag), der BBS Varel (Freitag) und im Jugendzentrum Zetel (Sonnabend). Außer in der Oberschule Varel waren sie am Montag zu Gast im Jugendzentrum Wangerland.

Am Montagmorgen hat die Auftaktveranstaltung in der Oberschule Varel an der Arngaster Straße stattgefunden. 70 Schüler aus den vier zehnten Klassen der Haupt- und Realschule diskutierten über das Problem und suchten in zwölf Themenbereichen (u.a. Mobilität, Gesundheit, Infrastruktur und Wohnen) nach Lösungen, wie man auf den Wandel zu einer älteren Gesellschaft reagiert.

Die Ergebnisse stellen die Schüler den hochrangigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe bei einer Jugendkonferenz am 14. und 15. April in Varel vor. Unterstützt werden sie von einem siebenköpfigen Team des Instituts für Sozialpädagogik der Universität Lüneburg unter der Leitung des Bildungswissenschaftlers Professor Waldemar Stange.

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„Ich habe mir vorher über dieses Thema nie so direkt Gedanken gemacht“, gibt die Schülerin Diana Farhat zu. Vieles, was sie und ihre Gruppe zum Thema Alter zusammengetragen haben, war deshalb neu für die junge Frau.

Doch obwohl die Zehntklässler erst am Anfang ihres Lebensweges stehen, sehen sie die Notwendigkeit, sich schon jetzt mit diesem Thema auseinanderzusetzen. „Es gibt künftig immer weniger junge Menschen“, betont Tarik Farhat. Dass sie an der Problemlösung beteiligt werden, finden die Schüler gut. „Es ist schön, dass wir mitreden dürfen“, sagt Diana Farhat.

Zu Beginn mussten sie auf einer Berufs- und Lebensleiter angeben, wo sie sich in 30 Jahren sehen. „Diese Einschätzung ermöglicht einen ersten Eindruck, was im Landkreis bereits angeboten wird und wo es noch Mängel gibt“, sagt Waldemar Stange.

Überraschend war: Keiner sah seine Zukunft im Tourismus, einer der Kernbereiche in Friesland. Für eine Ausbildung im technischen Bereich wollen viele in Friesland bleiben, für eine schulische Weiterbildung aber den Landkreis verlassen. Interessant: Fast alle Schüler ziehen die berufliche Karriere der Familie vor.

„Die erste Veranstaltung ist super gelaufen“, bilanzierte Waldemar Stange: „Wir hatten gehofft, dass wir 20 Vorschläge rausziehen können. Aber allein in der Oberschule Varel sind 100 zusammengekommen.“ Er und seine Mitarbeiter werten die Vorschläge aus und fassen sie für die Politiker zusammen. „600 Jugendliche zu befragen – das ist schon repräsentativ“, sagt Stange und hofft, dass diese nun Gehör finden und ihre Ideen auch umgesetzt werden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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