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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Schulleitung fühlt sich in Ecke gedrängt

03.02.2016

Zetel Nachdem die NWZ  unter der Überschrift „Unterricht im Flur statt im Klassenraum“ über die Raumnot an der Integrierten Gesamtschule/Haupt- und Realschule Zetel berichtet hatte, ging ein Aufschrei durch das Lothar-Meyer-Gymnasium. Eltern und Schulleitung sind sauer. „Wir brauchen unsere Räume, um den gymnasialen Unterricht zu gewährleisten, auf den die Schüler an unserer Schule einen Anspruch haben“, sagt die Schulleiterin des Lothar-Meyer-Gymnasiums, Astrid Geisler.

Kritik am Landkreis

Die beiden Schulen, die IGS/HRS Zetel und die Außenstelle des Lothar-Meyer-Gymnasiums, erheben beide Anspruch auf die Klassen-und Fachräume der LMG-Außenstelle (siehe Infobox).

Jetzt steht der Landkreis vor einem Problem: Die IGS/HRS hat nicht genug Räume, doch an der Außenstelle des Gymnasiums in Zetel ist auch kein Platz. Ein Dilemma, aus dem der Landkreis wieder rauskommen will, indem er eine „gemeinsame Nutzung“ der Außenstelle vorschlägt (NWZ  berichtete).

Doch die Schulleitung des LMG sieht sich dadurch in die Ecke gedrängt. „Unsere Schule wird auseinandergerissen, die Klassen irgendwo verteilt, das ist doch kein vernünftiges Schulleben“, sagt Astrid Geisler zu den Plänen, Klassen der HRS und des Gymnasiums gemeinsam in dem Gebäude unterzubringen.

Imke Koring von der Elterninitiative, die für den Erhalt der Außenstelle kämpft, sagt: „Uns Eltern ist es wichtig, dass die Schüler nicht auseinandergerissen werden, und dass guter Unterricht und Fachunterricht geleistet werden kann. Jetzt soll zum Beispiel der Musik- und Kunstraum, vielleicht auch die Mensa für die HRS wegfallen. Gerade ist der Computerraum fertig und nun soll er Opfer sein, für die HRS.“ Und weiter: „Man weiß schon lange beim Landkreis um die Raumnot an der IGS und HRS. Wir fragen uns, wieso jetzt erst reagiert wird und zwar zu Lasten des LMG.“ Imke Koring findet: „Es ist eine Frechheit, dass die Schüler des LMG so fallengelassen werden. Unser Elternwille wird ignoriert.“

Es sei in der Praxis kaum machbar, dass zwei Schulen sich die Fachräume des Gymnasiums teilen, sagt Schulleiterin Astrid Geisler. Außerdem fehlten auch der Außenstelle des Gymnasiums Differenzierungsräume etwa für den Unterricht in inklusiven Klassen. „Wir sollen jetzt Räume abgeben, die wir nicht abgeben können. Wir haben ein pädagogisches und fachliches Konzept, dem wir gerecht werden wollen und müssen. Das sind wir den Schülern schuldig, die ein Recht darauf haben, bis zum Ende der neunten Klasse hier vernünftig unterrichtet zu werden.“ Astrid Geisler sagt: „Wir wollen hier nicht langsam rausgedrängt werden.“

Gymnasium gewünscht

Das gymnasiale Angebot in Zetel werde von Eltern und Schülern ausdrücklich gewünscht, was die Anmeldezahlen deutlich machen würden, sagt die Schulleiterin. „Der Landkreis hat wohl nicht damit gerechnet, dass die Außenstelle doch so beliebt ist. Auch von Schülern aus dem Landkreis Wittmund ist diese Schule sehr begehrt“, sagt Imke Koring.