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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Schulordnung verbietet Trinkgelage und Waffen

09.06.2010

JEVER „Trinkgelage sollen sie nicht veranstalten.“ „Mit Waffen jeglicher Art sollen sie sich nicht gürten.“ Auf diese beiden Punkte aus den Schulgesetzen der jeverschen Lateinschule von 1573 ging Vorstandsmitglied Werner Beyer in seinem Vortrag über „Philipp Melanchthon und die Gründung der jeverschen Lateinschule“ ein, den er bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Bibliothek des Mariengymnasiums hielt.

Beyer beleuchtete auch weitere Themenpunkte und den Entstehungszusammenhang dieser Gesetze. Dabei ordnete er die jeverschen Schulgesetze in den Kontext der evangelischen Lateinschulen in Deutschland ein, präsentierte Melanchthon als bedeutendsten Vertreter dieser humanistischen Schulbewegung und verglich anschließend die Schulgesetze von 1573 mit der derzeit gültigen Schulordnung des Mariengymnasiums.

Dabei wurden die Zuhörer auf diverse Ähnlichkeiten wie auch Abweichungen hingewiesen, die durch alle Jahrhunderte immer wieder geregelt werden mussten und müssen. So wurden beispielsweise das Zeugnis-Gelage der jüngeren Vergangenheit am jeverschen Kirchplatz erwähnt und auch der gegenwärtige Waffenerlass an niedersächsischen Schulen. Beyer legte abschließend eine selbst erarbeitete Neuübersetzung der ursprünglich in lateinischer Sprache verfassten Schulgesetze vor.

Dem Vortrag waren die Vereinsregularien vorausgegangen, die in diesem Jahr keine Neuwahlen, sondern vor allem die Jahresberichte des Vorsitzenden Enno Schönbohm, des Schatzmeisters Hartmut Kroll und des Bibliotheksleiters Hartmut Peters umfassten.

Deutlich wurde dabei die erfolgreiche Arbeit des Vereins bei der Spendeneinwerbung, der Buchrestaurierung und Buchpflege in der historischen Bibliothek des Gymnasiums sowie der Organisation von Veranstaltung zur Buchkultur.

Der stellvertretende Schulleiter Dr. Martin Lichte hob hervor, dass das Engagement des Fördervereins die Arbeit in der Bibliothek unabhängig vom öffentlichen Etat finanziere und somit deutlich erleichtere. Dafür dankte er dem aus Schönbohm, Beyer, Kroll, Sibylle Heinen und Matthias Bollmeyer bestehenden Vereinsvorstand.

Der Förderverein hofft, dass die Vorträge im Rahmen der Jahreshauptversammlung künftig auf eine größere Resonanz stoßen.

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