• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Friesland Bildung

Jubiläum: So viel hat sich in 50 Jahren verändert

11.05.2017

Zetel Früher war alles besser? Naja, es war auf jeden Fall ganz anders. Das stellen die Erzieherinnen im Kindergarten Regenbogenfisch schnell fest, wenn sie zurückdenken an ihre eigene Kindergartenzeit. Ende der 1960er Jahre war Monika Heiken (53) selbst Kindergartenkind im Regenbogenfisch in Zetel. Auch Bärbel Braun (58) hat mitbekommen, wie sich der Kindergarten immer weiter verändert hat – sie ist seit 38 Jahren Erzieherin im Kindergarten Regenbogenfisch in Zetel. Und selbst die Erzieherin Katharina Bloem (25), die gerade mal vor etwas mehr als 20 Jahren aus dem Kindergarten Regenbogenfisch in die Schule kam, stellt fest, wie sich der Kindergarten immer weiter verändert.

Für die NWZ berichten die drei Erzieherinnen zum 50. Geburtstag des Diakonischen Kindergartens Regenbogenfisch am Bleichenweg in Zetel, was Kindergarten früher bedeutete und wie sich alles entwickelt hat.

Die Eltern

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Damals: „Noch vor 20 Jahren war man ein Exot, wenn man als Mutter gearbeitet hat“, sagt die Kindergartenleiterin Maren Strey. „Das ist heute eher anders herum. Deswegen haben sich auch die Betreuungszeiten in unserem Kindergarten über die Jahre erweitert. Schon ab 7 Uhr können Eltern ihre Kinder bringen, und nachmittags ist der Kindergarten bis 17 Uhr geöffnet.“

Heute: Die Eltern spielen eine viel größere Rolle im Kindergartenalltag als früher, sagt Bärbel Braun. Zum einen bringen sie sich selbst viel mehr ein, es gibt zum Beispiel einen Elternbeirat und Themenabende für Eltern. Aber auch die Kindergartenerzieherinnen sprechen viel mehr mit den Eltern als früher. „Es gibt zum Beispiel regelmäßige Gespräche zur Entwicklung der Kinder. Aber viele Eltern sind heute auch unsicherer als früher und suchen bei uns Hilfe und Beratung“, weiß Bärbel Braun, die seit 38 Jahren Erzieherin im Kindergarten ist.

„Wir machen viel Elternarbeit und arbeiten zusammen mit den Eltern an Lösungen für Kinder, die Probleme haben. Man ist heute nicht mehr nur Erzieher, sondern auch Elternberater.“

Was sich außerdem geändert hat, ist, dass die meisten Mütter und Väter ihre Kinder mit dem Auto bringen und nicht mit dem Fahrrad. Eines ist aber gleich geblieben: Es gibt keine Parkplätze vor dem Regenbogenfisch am Bleichenweg. „Zu den Stoßzeiten am Mittag werden hier rund 50 Kinder abgeholt und 50 weitere gebracht, da ist dann richtig was los“, sagt Kindergartenleiterin Maren Strey.

Die Erzieher

Damals: Die Aufgabe der Erzieher war es früher vor allem, auf die Kinder aufzupassen und sie zu beschäftigen, erklärt Bärbel Braun. Natürlich war die Arbeit nicht weniger anspruchsvoll, aber doch ganz anders. Es ging darum, die Kinder immer im Auge zu haben und dafür zu Sorgen, dass die Projekt-Strukturen und Tagespläne eingehalten werden. „Es wurde nach festen Rahmenkonzepten gearbeitet. Wenn Frühling war, wurden zum Beispiel Tulpen gebastelt, egal, ob es draußen geschneit hat oder wirklich Tulpen geblüht haben. Das Projekt-Thema war dann eben Frühling“, erinnert sich Bärbel Braun.

Heute: „Wir gehen heute viel mehr ein auf die Bedürfnisse der Kinder und der Eltern“, sagt Bärbel Braun. „Jedes Kind wird individuell betrachtet und gefördert.“ Das bedeute auch mehr Dokumentations-Arbeit für die Erzieherinnen: Sie schreiben auf, wie sich jedes Kind entwickelt, und besprechen das mit den Eltern. „Wir sind heute viel mehr die Entwicklungsbegleiter der Kinder als früher.“ Die Erzieherinnen sind für nicht weniger als die ganzheitliche frühkindliche Bildung der Mädchen und Jungen zuständig.

Außerdem arbeiten sie heute viel mehr im Team und sind vernetzt mit anderen Kindergärten, dem Jugendamt und weiteren Institutionen.

Am Samstag, 20. Mai,feiert der Diakonische Kindergarten Regenbogenfisch am Bleichenweg in Zetel ein großes Fest zum 50-jährigen Bestehen des Kindergartens.

Start ist um 10 Uhrmit einem Festgottesdienst mit Pastorin Sabine Indorf in der St.-Martins-Kirche.

Um 12 Uhrbeginnt im Kindergarten der Tag der offenen Tür. Geboten werden neben Einblicken in die Räume auch viele Aktionen für Kinder, Informationen über die Geschichte des Kindergartens, viele Gespräche und natürlich auch etwas zu essen.

Seit 1967gibt es den Kindergarten. Anfangs wurden 60 Kinder dort betreut. Heute besuchen rund 120 Kinder den Kindergarten. Das Haus am Bleichenweg hat mittlerweile ein neues Gesicht – es wurde 2011 aufwendig saniert.

Die Kinder

Damals: „Ich weiß noch, dass es eine Puppenecke und eine Bauecke gab, als ich Kindergartenkind war“, sagt Monika Heiken. Sie war Ende der 60er Jahre Kindergartenkind im Regenbogenfisch in Zetel. „Aber sonst gab es nicht so viel wie heute. Es war alles sehr geordnet und geregelt. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Erzieherinnen etwas distanzierter waren als heute.“

Bärbel Braun ist seit 38 Jahren Erzieherin im Kindergarten Regenbogenfisch und auch sie weiß, dass die Kinder früher eine andere Rolle gespielt haben. „Die Kinder haben nicht mitbestimmt, was sie machen dürfen, sondern alles war vorgegeben. Die Erzieherinnen haben bestimmt, was gemacht wurde. Heute werden Projekte gemeinsam mit den Kindern erarbeitet“, sagt sie.

„Ich erinnere mich daran, dass manche Kinder mittags in kleinen Holzbetten geschlafen haben, die alle nebeneinander in einem Raum aufgestellt wurden. Es war alles sehr diszipliniert“, sagt Monika Heiken in Gedanken an ihre eigene Kindergartenzeit. „Auch draußen war alles sehr geordnet. Der Außenbereich war eigentlich nur eine große Rasenfläche mit einer Rutsche und einem Sandkasten. Aber ich habe trotzdem gute Erinnerungen, ich bin gern in den Kindergarten gegangen.“

Heute: „Die Kinder haben viele Freiheiten und können tun, worauf sie Lust haben“, sagt Monika Heiken. Der Außenbereich des Kindergartens ist aufwendig gestaltet mit vielen verschiedenen Bereichen und Spielgeräten. Es gibt jede Menge Projekte und freies Spiel.

UMFRAGE
Machen Sie mit beim großen Friesland-Check. Was gefällt Ihnen an Ihrer Gemeinde/Stadt und wo sehen Sie Verbesserungspotential?

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2506
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.