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NWZonline.de Region Friesland Bildung

GESAMTSCHULE: „Start im Sommer ist nicht realistisch“

08.04.2008

JEVER Ein Start der Gesamtschule in Friesland noch in diesem Jahr ist wohl vom Tisch.

Der Kreis-Schulausschuss strich am Montag in seiner Sitzung in der Berufsschule Jever den Passus „Die Kreisverwaltung wird ermächtigt, gegenüber dem Land alle Schritte einzuleiten, um eine IGS möglichst noch zum Schuljahr 2008/2009 einzurichten“ aus der Beschlussvorlage und wählte statt dessen die Formulierung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“.

Zuvor hatten Volker Beier vom hiesigen Schulamt sowie Angelika Nordhues von der Landesschulbehörde in Osnabrück dem Gremium deutlich gemacht, dass dieser Zeitpunkt nicht mehr in diesem Jahr liegen könne.

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„Alle Erfahrungen sprechen dagegen“, so Nordhues. Die Vorbereitungen für das Schuljahr 2008/2009 liefen bereits, eine IGS Friesland sei dabei nicht enthalten. „Eine Genehmigung in diesem Jahr ist möglich, für eine Realisierung fehlt mir allerdings die Fantasie“, so die Leitende Regierungsschuldirektorin.

Was blieb, war die Frage, wie jetzt weiter vorgegangen wird. Zum einen muss auf Landesebene erst noch das bisher bestehende Gründungsverbot für Gesamtschulen aufgehoben werden. Wann das genau sein wird, weiß niemand. Zum anderen muss Friesland detailliert klären, wo welcher Bedarf für die neue Gesamtschule besteht.

Zudem steht die Frage im Raum, ob eine IGS-Gründung an den Standorten Sande und Schortens überhaupt rechtlich möglich ist. Ein solches Konzept hatte die SPD/FDP-Mehrheitsgruppe im Kreistag vorgeschlagen (die NWZ berichtete).

Nun sollen die Eltern der 3. und 4. Grundschulklassen qualifiziert befragt werden – auch auf die sich abzeichnende Tatsache hin, dass für die jetzigen Viertklässler der IGS-Zug wohl abgefahren ist. Parallel dazu soll der Kreis rechtliche Fragen klären.

Den Vorschlag zweier Standorte für eine IGS untermauerte die Kreisverwaltung in der Sitzung mit Rechenspielen. Mit Blick auf sinkende Schülerzahlen würden in den Haupt- und Realschulen Schortens und Sande so viele Klassenräume frei, dass die Gesamtschule dort ohne Neubaubedarf aufwachsen könne.

In der Diskussion klang bereits an, dass es sehr fraglich ist, ob parallel zu einer solchen Entwicklung alle anderen Schulen in Friesland erhalten werden können.

Die SPD/FDP-Mehrheitsgruppe überraschte vorige Woche mit dem Vorschlag, die geplante Gesamtschule Friesland an zwei Standorten einzurichten.

Im Schulausschuss lieferte die Kreisverwaltung nun den Grund für diese (Schnaps)-Idee: Sie hat den Rechenschieber genommen, im Laufe der Jahre frei werdende Klassenräume zusammengezählt und festgestellt, dass nur in Sande und Schortens gemeinsam Platz für die IGS wäre, ohne neu (und teuer) bauen zu müssen.

Wie viel pädagogischer Sinn hinter diesen Überlegungen steht, ist fraglich.

Fakt ist wohl, dass die Gesamtschule kommen wird.

Fakt ist auch, dass die Hoffnung auf eine Gründung noch in diesem Jahr begraben werden muss.

Die Initiatoren sollten nun zügig, aber auch gewissenhaft ein schlüssiges Konzept erarbeiten, das nicht primär auf Rechenspielen der Verwaltung fußt.

Basis der Gesamtschul-Idee ist die gemeinsame Beschulung aller Kinder. Darauf hat der Philologenverband zu Recht hingewiesen.

Dass ausgerechnet dieser bildungspolitisch konservative Verband den Gesamtschul-Initiatoren der SPD hier Nachhilfe geben muss, ist bemerkenswert.

Den Autor erreichen Sie unter schoenborn@infoautor.de

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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