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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Kindergärten: Streik stellt Eltern vor große Probleme

07.05.2015

Cleverns Wenn ab Montag, 11. Mai, die Türen im Kindergarten Cleverns bis zu zwei Wochen geschlossen bleiben, wird es für viele Eltern eng: „Es ist nicht leicht, mal eben schnell einen Ersatz zu finden oder ein paar Tage frei zu bekommen“, sagt Anna Schneider.

Wie berichtet, beteiligen sich die Erzieherinnen am bundesweiten Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. Die Erzieherinnen fordern gut zehn Prozent mehr Gehalt. Vor allem aber geht es ihnen um eine Aufwertung ihrer Arbeit.

Dafür haben Eltern des Kindergartens Cleverns durchaus Verständnis: „Das ist ein Streik, den ich nachvollziehen kann, denn Erzieherinnen sind tatsächlich unterbezahlt“, findet Michaela Wassmuth, Mutter des dreijährigen Luca. „Wir geben unsere Kinder in ihre Hände, auch die ganz kleinen, und erwarten von den Erzieherinnen, dass sie sehr gute Arbeit leisten – da sollte der Gegenwert stimmen.“

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Geschlossene Kindergärten

In Jever bleiben ab Montag, 11. Mai, die Kindergärten Cleverns und Moorwarfen geschlossen, außerdem der Hort Harlinger Weg mit Außenstelle Paul-Sillus-Schule.

In Schortens werden ab Freitag, 8. Mai, die Kindergärten Sillenstede, Glarum, Oestringfelde, Plaggestraße und der Waldkindergarten bestreikt.

In Sande sind vom Streik ab 8. Mai die Kindergärten Cäciliengroden und Neustadtgödens betroffen.

Im Wangerland wird nicht gestreikt.

Nicht betroffen sind die evangelischen und katholischen Kindergärten.

Das sieht auch Fadia Mohamad: „Ich habe vier Kinder und weiß, wie anstrengend das manchmal sein kann. Deshalb habe ich viel Respekt vor der Arbeit, die die Erzieherinnen leisten. Ihre Forderungen finde ich berechtigt.“

Beide Mütter haben für ihre Kinder, zumindest für die erste Streikwoche, eine Betreuung organisieren können. „Ich arbeite nur stundenweise, da ist das machbar“, sagt Fadia Mohamad.

Sollte der Streik aber tatsächlich zwei Wochen oder länger dauern, dann stehen die Eltern vor einem großen Problem. Eine weitere Betreuung für ihre Kinder zu organisieren, werde mit jedem Tag, den der Streik andauert, auch immer schwieriger, sagen sie. Sie fürchten, dass der Tarifkonflikt dann auf ihren Rücken und denen ihrer Kinder ausgetragen werden könnte.

„Ich arbeite vormittags, mein Lebensgefährte ist voll berufstätig“, sagt Saskia Fischer. „Ich habe zwar Verständnis für die Forderungen der Erzieherinnen, aber wir sind auf die Betreuung angewiesen.“

Auch Anna Schneider hätte Schwierigkeiten, ihr Kind unterzubringen. „Glücklicherweise habe ich kommende Woche Urlaub“, sagt sie. Sie und ihr Mann sind beide berufstätig – „der Streik ist für die Eltern, die arbeiten müssen, wirklich ungünstig.“

Sollte bis zum 21. Mai gestreikt werden, dann müsste sich die Stadt Gedanken über eine Erstattung der Kindergartengebühren und die Einrichtung einer Notbetreuung machen, findet Sarina Ring. „Denn unsere Kinder werden in dieser Zeit ja nicht betreut.“

Auch der Elternrat der Kindergärten in Jever hat sich bereits mit dem Thema befasst. Elternratsvorsitzender Christian Pohl rät den Eltern, sich bei Betreuungsengpässen direkt an den Elternrat oder an die Stadt als Träger der Kindergärten zu wenden.

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