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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Unterricht in verfallenen Klassenräumen

13.06.2017

Varel /Tassoh Island Die Schulgebäude sind teilweise verfallen, in den Klassenräumen gibt es nur einige wenige wackelige Holzbänke. Im Slum von Tassoh Island, einem Armenviertel nahe der Hauptstadt Freetown im afrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt, ist Schulbildung für die Kinder dennoch Luxus.

Lesen und Schreiben zu lernen, dabei will der Vareler Verein Ketaaketi nun helfen. „Wir wollen den Kindern und deren Familien eine Perspektive geben“, sagt die Vereinsvorsitzende und Gründerin Anneli-Sofia Räcker. Seit zehn Jahren engagieren sich die ehrenamtlichen Helfer mit Hilfsprojekten in Nepal. In dem asiatische Staat im Himalaya-Gebirge unterstützt die Organisation die Grundschul-Bildung bedürftiger Kinder sowie die Existenzgründung der Eltern mit Mikrokrediten.

„Wir schieben mit unserem Geld Prozesse vor Ort an, die dort in Eigenverantwortung umgesetzt werden“, erläutert Anneli-Sofia Räcker das Prinzip. Und damit expandiert der Verein nun nach Afrika. Dennoch: Einfach nur eins zu eins übernommen wird das Nepal-Projekt in Sierra Leone nicht. „Das Modell orientiert sich an den landeseigenen Bedingungen“, betont Räcker: „Das steht absolut im Vordergrund.“

Ein weiteres Ziel sei es, „zu sehen, wie kompatibel dieses Modul auf andere Kulturen ist“, erläutert Anneli-Sofia Räcker. Denn in Afrika gibt es im Vergleich zu Asien andere Religionen und zudem „koloniale Schäden“.

„Zwei Projekte sind in Vorbereitung“, sagt die Vereinsvorsitzende, die selbst seit über einem halben Jahr in Verhandlungen mit Partner-Organisationen vor Ort stehe.

Das Pilot-Projekt von Ketaaketi in Afrika startet demnächst im Slum-Gebiet von Tassoh Island. 30 Kindern soll dabei ermöglicht werden, regelmäßig zur Schule zu gehen. „Zudem sollen 15 Mütter mikrofinanziert werden“, sagt Räcker. Der Aufwand dafür: 100 Euro pro Familie und fünf Euro pro Kind im Monat. Finanziert aus Spenden. „Dafür gibt es die 100-Prozent-Garantie“, verspricht Räcker, das heißt, die komplette Summe wird verwendet – so, wie für die Projekte in Nepal auch.

Entstehen sollen dann einladende und intakte Schulgebäude mit Klassenräumen, in denen das Lernen wieder Spaß macht.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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