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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Ausbildung: Hier wird programmiert und gekurbelt

25.10.2017

Varel Wer beim Maschinenbau Theilen durch die Werkshalle geht, befindet sich in einem Land der Gegensätze: Auf der einen Seite stehen Fräsmaschinen, die seit Jahrzehnten ihren Dienst tun, auf der anderen Seite programmieren die Mitarbeiter moderne so genannte CNC-Maschinen, die nach dem Start selbstständig loslegen und ein fertiges Teil ausspucken. Gewissermaßen gehört dieser Gegensatz zur Unternehmensphilosophie und wird mit einer neuen Maschine sogar noch kultiviert. Die kann nämlich beides: konventionell und modern – und sie wird vor allem von den Auszubildenden benutzt.

Oder von Praktikanten wie Niklas Bakker. Er spannt Werkstücke in die Maschine, startet die Fräse über ein Display daneben und nach etwa drei Minuten ist das Teil fertig. Oder Ausbildungsleiter Janis Fuhrken dreht einen Schlüssel an der Maschine um. Dann lässt sich nichts mehr auf dem Display programmieren, sondern es werden nur noch drei Achsenpositionen angezeigt. Über drei Handräder an der Seite der Maschine kann der Arbeiter dann die Maschine selbst steuern und die Teile fräsen. Auf dem schwenkbaren Display kann er die Position der Fräse verfolgen. Bis das Teil dann fertig ist, kann aber schon mal zwei- bis dreimal soviel Zeit vergehen.

Aber warum sollen sich die Auszubildenden überhaupt mit der alten Technik befassen? „Unsere Azubis sollen erst einmal das Konventionelle lernen, um ein Gefühl dafür zu bekommen“, sagt Janis Fuhrken. „Sonst geben sie nur irgendwelche Zahlen ein und gucken zu, was passiert.“

Das Ganze hat aber auch noch einen anderen Hintergrund: „Wir haben hier noch viele konventionelle Maschinen, die riesengroß sind und die wir nur selten für große Teile benutzen“, erklärt der kaufmännische Leiter Hartmut Ostendorf-Walter. „Wenn wir die durch CNC-Maschinen ersetzen würden, würde das ein Vermögen kosten.“ Wenn die Azubis nach ihrer Ausbildung also im Betrieb bleiben wollen, sollten sie auch die konventionelle Fertigung beherrschen.

Weiterer Vorteil der rund 100 000 Euro teuren Maschine: Die Azubis produzieren damit nicht für die Tonne, sondern werden in den Fertigungsprozess eingebunden.

„Ich denke, dass ist der richtige Weg. Gerade kleine Teile könne wir damit gut machen“, sagt Hartmut Ostendorf-Walter. Die Ausbildung gewinne auf jeden Fall dadurch. „Wenn wir hier anständig ausbilden wollen, brauchen wir auch eine anständige Ausbildungsmaschine.“

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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