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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Schüler bekommen Besuch aus Nepal

03.12.2019

Varel Bis zu vier Stunden laufen nepalesische Kinder aus Bergdörfern täglich und teilweise mit Flip-Flops an den Füßen durchs Hochgebirge, um zur Schule zu kommen – und machen das sogar gerne. Was für deutsche Schüler unvorstellbar ist, ist in Nepal nicht unüblich.

Rajesh Regmi weiß davon zu berichten. Der Gründer und Präsident der nepalesischen Society of Protection of Women and Children (SPOWC) ist zur Zeit in Deutschland, um Anneli-Sofia Räcker von der deutschen Partnerorganisation Ketaaketi, die die Schulbildung ärmster Kinder in Nepal und weltweit unterstützt, nach Berlin zu begleiten. Dort wird ihr am Mittwoch, 4. Dezember, für ihre Arbeit bei Ketaaketi von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Seine Zeit in Varel nutzte Rajesh Regmi am Montag dazu, um den Schülern der Klassen 6 b und 9 b des Lothar-Meyer-Gymnasiums etwas über das Leben nepalesischer Kinder zu erzählen. Da er in Nepals Hauptstadt Kathmandu für seine Arbeit für ein Reisebüro Deutsch gelernt hat, fiel es den Schülern nicht schwer, ihm zu folgen. Nachdem sie in Atlanten nachgesehen hatten, wo Nepal liegt, begann Rajesh Regmi von seinem Heimatland, dem Leben der nepalesischen Kinder und seiner Hilfsorganisation zu erzählen.

„2005 habe ich in der Nähe eines Tempels in Kathmandu, der von vielen Touristen besucht wird und wo viele Kinder betteln, eine Grundschule gegründet“, sagt er. „Am Anfang haben dort vier Lehrer 18 Schüler unterrichtet, mittlerweile sind es 13 Lehrer und 150 Schüler.“

Weiter berichtete Rajesh Regmi, dass es im armen Nepal keine Schulpflicht gibt und viele Familien es sich nicht leisten können, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Noch größer sei das Problem in den bergigeren Regionen. „Es gibt zu wenige Lehrer, die dort unterrichten wollen und es gibt keine Straßen, um die wenigen Schulen schnell zu erreichen.“

Ein Glücksfall sei daher der Besuch von Anneli-Sofia Räcker gewesen, die 2007 in Kathmandu auch seine Schule besucht habe. Mit ihr zusammen habe er sich dazu entschlossen, auch etwas für die Kinder auf dem „Dach der Welt“ zu tun. Mittlerweile werden 34 Grundschulen mit 14 559 Schülern in verschiedenen Regionen Nepals von SPOWC und Ketaaketi unterstützt.

Dabei gehe es nicht nur um finanzielle Unterstützung für Personal, sondern auch um Essen, Kleidung, Schulmaterialien oder Gesundheitsprogramme. „Wir gucken, was die Schulen brauchen, und versuchen bei der Beschaffung zu helfen“, sagt Rajesh Regmi. „Alle drei bis sechs Monate wird dann kontrolliert, ob es hilft. Mittlerweile bieten wir teilweise sogar schon Unterricht am Computer an.“

Florian Mielke Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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