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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Mit Defibrillator Leben retten

04.12.2019

Varel Die einen kommen, um ihr Wissen aufzufrischen, die meisten wollen aber wissen, was es mit dem automatisierten externen Defibrillator (AED) auf sich hat. Groß war das Interesse am Defibrillator-Kursus, den das Deutsche Rote Kreuz jetzt in Varel angeboten hat.

„Mit diesem Kurs möchten wir den Teilnehmern Sicherheit geben und Berührungsängste abbauen“, sagt Petra Gröne vom DRK. Sie führt den Teilnehmern vor Augen, dass ein solches Gerät die Arbeit nicht vollständig und ohne jegliche Beteiligung erledigt und vermittelt ihnen einen kompakten Überblick über die Wiederbelebung und den Einsatz eines Defibrillators.

Drei Szenarien werden beschrieben: Der erste erdenkliche Fall tritt ein, wenn eine hilfsbedürftige Person noch ansprechbar ist. Man kann mit ihr sprechen, sie in Sicherheit bringen und bei ihr bleiben, bis der Rettungsdienst eintrifft. Anders sieht es aus, wenn eine Person nicht ansprechbar ist. In so einem Augenblick ist die Überprüfung der Atmung entscheidend. Die Atmung bestimmt über den weiteren Verlauf. Hier setzt der Kursus an.

Ist die Person nicht mehr ansprechbar, atmet jedoch noch normal, sollte sie in die stabile Seitenlage gebracht werden. „Stellt man allerdings keine normale Atmung fest und hier möchte ich besonders auf die Schnappatmung hinweisen, beginnen Sie bitte sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)“, appelliert Petra Gröne an die Kursteilnehmer.

Bei der HLW findet die Herz-Druck-Massage und die Beatmung im steten Wechsel statt, erläutert Petra Gröne: „30 Mal drücken und 2 Mal beatmen. Die Atmung wird überprüft, indem eine Hand an die Stirn und eine ans Kinn gelegt wird. Der Kopf wird leicht überstreckt. Beugen Sie sich über die Person und überprüfen Sie, ob sie eine Atmung hören, spüren oder sehen können. Nach dem Auffinden der Person sollte immer schnellstmöglich ein Notruf getätigt werden.“

Wie der Defibrillator eingesetzt wird, wüssten nur wenige. „Er sollte nur angewandt werden, wenn sich eine weitere Person in unmittelbarer Nähe befindet“, so Gröne, „so kann eine Person mit der HLW beginnen, während die zweite Person einen Defibrillator holt. Nachdem das Gerät angeschaltet ist, gibt es den Helfern Anweisungen.

„Dieses Gerät soll von jedem bedient werden können und ist daher einfach und selbsterklärend“, sagt Petra Gröne. Auch beim Anlegen der Pads auf den nackten Oberkörper müsse die HWL von einer anderen Person weitergeführt werden. „Der AED ist ein zusätzliches Hilfsmittel und ersetzt auf keinen Fall die Herzdruckmassage“, so Gröne.

Ziel des Gerätes sei es, ein Herzkammerflimmern zu ermitteln und dieses Flimmern zu durchbrechen. Die HWL werde bei einer ausgesetzten Atmung und unter Verwendung eines Defibrillators solange nicht beendet, bis der Notarzt eintrifft und weitere Anweisungen erteilt.

Wegen des großen Interesses bietet das DRK einen weiteren Kursus an. Er findet statt am Donnerstag, 9. Januar, von 15 bis 17 Uhr in der Gaststraße 11. Auch die Johanniter bieten Defibrillator-Kurse an. Der Arbeiter-Samariter-Bund veranstaltet am Samstag, 14. Dezember, ab 9 Uhr im ASB-Ausbildungszentrum in der Bismarckstraße 47-49 in Wilhelmshaven einen Kurs zu diesem Thema.

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